SWR-Tatort-Dreh am Kaiserstuhl Tatort-Kommissare zum sorglosen Umgang mit Daten

Der neue SWR-Schwarzwald-Tatort wird gerade gedreht. Es geht um Datenschutz und DNA-Analysen. Privat haben die Schauspieler Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner ganz eigene Erfahrungen.

Das Verbrechen findet zwischen sanften, mit Reben bewachsenen Hügeln im Kaiserstuhl statt. Eine Frau wird nach einem Weinfest von einem unbekannten Täter bewusstlos geschlagen und vergewaltigt. Die beiden Kommissare Franziska Tobler und Friedemann Berg ermitteln.

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Die Ermittler können die DNA des Täters feststellen, diese aber nicht zuordnen. Aus Datenschutzgründen erlaubt  das deutsche Gesetz nur die Bestimmung des Geschlechts. Mehr nicht.

Hans-Jochen Wagner wundert sich über die Sorglosigkeit

Der Tatort-Schauspieler Hans-Jochen Wagner wundert sich, wie sorglos dagegen die meisten Menschen mit ihren Daten umgehen: "Zum einen wird über Datenschutz wahnsinnig viel diskutiert, was ich auch ganz wichtig finde. Auf der anderen Seite sind wir durch diese mobilen Endgeräte die wir alle haben, oder unser Google Verhalten ständig dabei die Hosen runterzulassen. Und diese Daten sind praktisch das neue Öl."

Der Datenhandel ist ein lukratives Geschäft geworden

An Informationen heranzukommen für die Firmen ein leichtes Spiel. Eva Löbau findet das krass: "Da ist fast gar kein Datenschutz gegeben wenn man so ungeschützt mit seinem Computer im Netz surft. Ich hatte auch schon den Eindruck, ich habe mich nur mal bei offenen Computer mit jemanden unterhalten und schon bekam ich Werbung. Das fand ich dann total spooky."

Freiwillige heraus gegebene Daten könnten gefährlich werden

Die Befürchtung: Viele Leute geben immer mehr freiwillig ihre Daten heraus, über Handy oder Computer. Firmen werten diese Daten aus, nutzen sie für sich selber oder verkaufen sie. Hans-Jochen Wagner widerspricht dem Argument, dass jemand der nichts verbrochen hat, auch keine Angst haben müsse, seine Daten heraus zu geben: "Es kann doch immer sein, dass es einen System-Wechsel gibt und die Vorstellung dass irgendwann eine Rechte Kraft regiert. Es gibt ja die AFD die immer wieder damit drohen, dass wenn Sie an die Macht kämen, andere Seiten aufgezogen würden. Das würde bedeuten, dass die dann eine Informationsquelle oder -fülle über mich haben, die für mich gefährlich werden könnte."

Erweiterte DNA-Analyse gut für die echte Polizei

Die gute Nachricht dagegen für die echte Polizei: Seit August gibt es einen neuen Gesetzentwurf. Durch eine erweiterte DNA-Analyse können, Augen, Haut und Haarfarbe sowie das Alter festgestellt werden. Dadurch wird es in Zukunft leichter sein, Täter zu finden.

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