gelbe Tonne mit schwarzem Totenkopf (Foto: SWR)

Altlasten in Grenzach-Wyhlen Freiburger Verwaltungsgericht tagt zur Sanierung des Chemiemülls

Wie soll mit den Altlasten der ehemaligen Mülldeponie „Kesslergrube“ durch den Chemiekonzern BASF verfahren werden? Mit dieser Frage befasste sich am Mittwoch das Freiburger Verwaltungsgericht.

BASF als Nachfolger von Ciba Geigy möchte die Altlast der ehemaligen Mülldeponie „Kesslergrube“ in Grenzach-Wyhlen im Landkreis Lörrach im Boden belassen. Der Chemiekonzern will diese mit dicken Mauern einfassen und die Oberfläche abdichten. Landratsamt und Regierungspräsidium hatten dies genehmigt, doch die Gemeinde hat zusammen mit den schweizerischen Nachbargemeinden Riehen und Muttenz, dem BUND und der Baugenossenschaft dagegen Klage eingereicht.

Ulrich Feigle, Regionalgeschäftsführer vom BUND Hochrhein, wünscht sich vom Chemiekonzern das gleiche Vorgehen wie die Firma Roche sie derzeit auf dem benachbarten Gelände der ehemaligen Mülldeponie durchführt.

Dauer

Rund 80 Bürgerinnen und Bürger folgten der rund fünfstündigen Verhandlung am Mittwoch. Anwohner beklagen, sie würden nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen. Dabei seien es schließlich sie, die mit den Folgen zu leben hätten. Nachhaltigkeit sei deshalb von herausragender Bedeutung.

Dauer

In einigen Wochen fällt das Freiburger Verwaltungsgericht das Urteil.

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