Aktionärsversammlung in Rottweil "Kritische Aktionäre" konfrontieren Heckler & Koch

Bei der Aktionärsversammlung des Oberndorfer Waffenherstellers Heckler & Koch am Freitag musste sich die Geschäftsleitung auch den Fragen der sogenannten "Kritischen Aktionäre" stellen.

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Zu Beginn der Versammlung demonstrierte ein gutes Dutzend Friedensaktivisten und die kritischen Aktionäre konfrontierten die Geschäftsleitung mit rund 200 Fragen und forderten unter anderem, künftig die Medien bei den Aktionärsversammlungen zuzulassen. Dafür sehe Heckler und Koch allerdings rechtlich keine Möglichkeit, so Jürgen Grässlin, Sprecher der Kritischen Aktionäre.

Der Zusammenschluss "Kritische Aktionäre" hatte vor einigen Monaten Aktien des Waffenherstellers gekauft, sie halten einen Mini-Anteil. Mehr als 99 Prozent entfallen auf einen Mehrheitseigner und weitere Großaktionäre.

Herbe Verluste für Heckler und Koch

Es war ein Schlagabtausch zwischen dem Unternehmen und den Rüstungsgegnern erwartet worden. Die Waffenkritiker fordern einen weitgehenden Exportstopp und die Einrichtung eines Fonds zugunsten der Opfer des weltweiten Waffeneinsatzes.

Wirtschaftlich muss Heckler und Koch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen herben Verlust hinnehmen, wie die Geschäftsleitung schriftlich mitgeteilt hat. Dennoch sieht man sich auf dem richtigen Weg: Man sei überzeugt, dass das Unternehmen mit allen eingeleiteten Maßnahmen sehr gut für die Zukunft aufgestellt sei, hieß es.

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