CDU-Politiker Andreas Schwab pricht am 08.08.2013 in Hüfingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) vor der Kreisvorstandssitzung zu Journalisten. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance (Archiv))

Abstimmung im EU-Parlament Andreas Schwab begrüßt Wahl Ursula von der Leyens

Der Europa-Parlamentarier und Bezirksvorsitzende der CDU Südbaden Andreas Schwab freut sich über die Wahl von Ursula von der Leyen zur neuen EU-Kommissionspräsidentin am Dienstag.

Das Ergebnis für die CDU-Politikerin fiel zwar knapp aus – aber sie sei die erste Frau an der Spitze der Europäischen Kommission, das erfülle ihn mit Stolz, sagte der 46-Jährige Schwab. Das EU-Parlament hat Ursula von der Leyen am Dienstagabend mit 383 Stimmen zur neuen Kommissionspräsidentin gewählt.

Schwab: "Die erste Präsidentin – eine tolle Entscheidung"

Andreas Schwab sagte im SWR: "Wir waren natürlich außerordentlich nervös, aber am Ende hat's gereicht. Sie ist die erste Frau an der Spitze der Europäischen Kommission, das ist eine tolle Entscheidung. Jetzt müssen wir vor allem im Europäischen Parlament aber auch im Rat die notwendigen Mehrheiten zusammenbringen."

EU-Mitglieder zusammenzubringen keine einfache Aufgabe

Das sei aber alles andere als einfach, so Schwab weiter, weil "Europa derzeit einfach ein Stück weit gespalten ist" und man unbedingt dafür sorgen müsse, dass die Mitgliedstaaten der Europäischen Union besser zusammenkommen.

Gratulation auch aus den Reihen der SPD

Auch Abgeordnete der SPD, etwa der Emmendinger SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner, haben von der Leyen zur Wahl als EU-Kommissionspräsidentin gratuliert. Zwar hatten viele Sozialdemokraten gegen die ehemalige Verteidigungsministerin gestimmt – dies habe sich aber nicht gegen die Person, sondern gegen das Verfahren gerichtet, so Fechner gegenüber dem SWR.

Schwarzelühr-Sutter: Ganz unbelastet ist von der Leyen nicht

Die Waldshuter SPD Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter wünscht der neuen Präsidentin der EU Kommission viel Kraft und Erfolg. Von der Leyen sei durch und durch Europäerin und eigentlich für den Job geeignet. Es dürfe aber nicht ausgeblendet werden, dass Demokratie-politisch das Ausbremsen der Spitzenkandidaten der Europawahl ein Unding gewesen sei, so Schwarzelühr-Sutter. Unbelastet gehe von der Leyen auch nicht ins Rennen. Unklar sei, ob sich der Skandal bei der Bundeswehr ausweite und ob von der Leyen dafür verantwortlich sei, sagte die Waldshuter Politikerin weiter.

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