So könnte der Ganterknoten aussehen, wenn der Stadttunnel fertig ist (Foto: Animation: RP Freiburg)

3D-Modell vorgestellt Freiburger Stadttunnel: Bürgerschaft kann sich einbringen

Über 200 Interessierte, vorwiegend lärmgeplagte Anwohner, kamen zur Vorstellung des laut Stadt "größten Zukunftsprojekts Freiburgs für die nächsten Jahre“. Sie wollten vor allem wissen, wie während der langjährigen Bauphase die Belastungen für sie ausfallen und wie in der Zeit der Verkehr verlaufen soll.

Projektleiter Alexander Krüger vom Regierungspräsidium Freiburg zeigte eine 3D-Darstellung des zwei Kilometer langen Stadttunnels, der zwischen Kronenbrücke und Schützenalleetunnel entstehen soll. Um ein Verkehrschaos während der Bauarbeiten zu vermeiden, bekommen die Baugruben einen Deckel. Zwei Fahrspuren in jeder Richtung sollen darüberführen. "Beeinträchtigungen sind leider nicht ganz zu vermeiden“, so Krüger. "Aber wir wollen uns etwas überlegen, um die Verkehrsmenge insgesamt zu reduzieren.“

Neues Naherholungsgebiet an der Dreisam soll entstehen

Für die Planung und den Bau des Tunnels ist das Regierungspräsidium zuständig, die Stadt ist verantwortlich für die Gestaltung der Oberfläche. Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag verspricht mehr Lebensqualität. Der oberirdische Straßenrückbau schaffe Platz für "ein kleines Naherholungsgebiet an der Dreisam“ sowie bessere Fuß- und Radwegverbindungen in die Innenstadt.

Kosten von 325 Millionen Euro trägt der Bund

Die Baukosten des Stadttunnels in Höhe von 325 Millionen Euro trägt der Bund, da die B31 im Bereich Freiburg zu einer Stadtautobahn umgewidmet wird. Bei der Projektvorstellung betonen sowohl Stadt als auch Regierungspräsidium, man wolle für die Menschen bauen - man lege deshalb großen Wert auf Transparenz. Alle, die sich beteiligen wollen, sollen dies auch tun können, hieß es. Dafür sei jetzt der richtige Moment.

Mehr Informationen zum Projekt "Freiburger Stadttunel" finden Sie hier.

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