Ameisenbär in der Wilhelma (Foto: Wilhelma)

Neues Haus mit großer Artenvielfalt

Stuttgarter Wilhelma mit Neubau für Kleintiere und fleischfressende Pflanzen

STAND

Zu Ostern eröffnet die Wilhelma in Stuttgart ein neues Haus mit den Lebensräumen Regenwald und Savanne. Der Bau mit 620 Quadratmetern Fläche hat 3,2 Millionen Euro gekostet.

Das neue Haus für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren - letzteres meint fleischfressende Pflanzen - finden die Besucher der Wilhelma angeschlossen an den Wintergarten ganz in der Nähe des Haupteingangs des zoologisch-botanischen Gartens. Mehrere Jahre wurden dort auf 620 Quadratmetern Fläche zwei neue Lebensräume erschaffen - für Tiere und Pflanzen des Regenwaldes und der Savanne. Das Land Baden-Württemberg als Eigentümer der Wilhelma hat 3,2 Millionen Euro investiert. Das Ergebnis können sich die Besucher nun schon über die Osterfeiertage anschauen.

Video herunterladen (6,3 MB | MP4)

Besucher erwartet eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen

In dem lichtdurchfluteten Neubau schwingen Tamanduas, die zu den Ameisenbären gehören, mit ihren langen Krallen und einem Greifschwanz in den Bäumen entlang. Der Wegekuckuck, ein schneller Läufer, erlegt seine Beute im Laufschritt und nimmt es selbst mit Schlangen und Vogelspinnen auf. Und während der afrikanische Falke, der zu den kleinsten Raubvögeln der Welt zählt, die neue Halle im Flug erkundet, locken exotische Fleischfresser-Pflanzen ihre Insektenbeute schon in die Falle.

 

Artenvielfalt in einem neuen, lichtdurchfluteten Domizil: Die Wilhelma hat den Neubau für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren eröffnet. (Foto: SWR, Olga Henich)
Artenvielfalt in einem neuen, lichtdurchfluteten Domizil: Die Wilhelma hat den Neubau für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren eröffnet. Olga Henich

Früherer Geheimtipp soll zu neuem Besuchermagneten werden

Früher war das Haus für kleine Säugetiere und Vögel selbst an besucherstarken Tagen ein Geheimtipp. Das soll sich nun ändern, sagt Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin: "Wer glaubt, in der Wilhelma schon alles gesehen zu haben, wird hier viele weitere Facetten der Tier- und Pflanzenwelt entdecken, die es lohnt, genauer zu beobachten." All diese Artenvielfalt unter einem Dach zu vereinen, sei eine technische Herausforderung gewesen: Es galt, eine Kombination aus Massivbauweise und lichter Gewächshaus-Konstruktion zu schaffen. Da sich die Innenluft an Scheiben stärker als an Wänden abkühlt, entsteht darin ein größeres Temperaturgefälle als in geschlossenen Häusern. Damit dadurch kein Luftzug entsteht, wirken dem Ventilatoren entgegen.

"Es ist wichtig, diese Artenvielfalt sichtbar zu machen, um mehr Unterstützung für ihren Schutz weltweit zu gewinnen."

Wohngemeinschaft aus Bewohnern unterschiedlicher Klimazonen

In 15 großen Gehegen und Volieren sowie in mehreren Pflanzbeeten ist nun eine außergewöhnliche "Wohngemeinschaft" entstanden - mit vielen bunten Bewohnern, die normalerweise in verschiedenen Biotopen und Klimazonen der Welt leben. Der Neubau mit seiner Vielfalt vom Gürteltier über den Rennkuckuck bis zur Venusfalle kann ohne Einschränkungen besucht werden. Das tägliche Gästelimit und der 3G-Nachweis für den Eintritt sind aufgehoben.

Mehr zum Thema

Stuttgart

Bilanz und Ausblick Trotz Corona: Wilhelma in Stuttgart hofft auf Aufwärtstrend

Nach dem harten ersten Corona-Jahr ging es 2021 mit der Stuttgarter Wilhelma wieder bergauf. Mehr Gäste, weniger Lockdown, weniger Verluste: Man schaut optimistisch ins neue Jahr.  mehr...

Stuttgart

Zoo sucht nach einem Namen Stuttgarter Wilhelma freut sich über Okapi-Baby

Die Stuttgarter Wilhelma freut sich über die Geburt eines Okapi-Babys, also einer kleinen Waldgiraffe. Über den Namen ist bisher nichts bekannt.  mehr...

STAND
AUTOR/IN
SWR