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Corona lähmt vieles, ist aber kein Grund aufzugeben. Davon sind die Macher der Göppinger Vesperkirche überzeugt. Seit dem 6. Januar ist ihre Vesperkirche als erste in der Region wieder geöffnet.

Rund um die Göppinger Stadtkirche duftet es an diesem Tag nach Schaschlik. Doch dieses Jahr führt der Duft nicht in die Kirche, sondern an einen Imbisswagen vor dem Gebäude. Zum Schaschlik gibt es Reis und Salat, zum Nachtisch noch Pudding und Kuchen. Das Essen hat keinen festen Preis, sondern jeder gibt so viel er will oder kann.

Aufgeben war für die Göppinger Vesperkirche keine Option

Wegen der Corona-Pandemie können die Besucher der Göppinger Vesperkirche das Essen nur Mitnehmen. Es gibt keine Sitzplätze und kein gemütliches Zusammensein und Aufwärmen in der Kirche. Dem Leiter der Wohnunslosenhilfe vom Göppinger Haus, Linde Wolfgang Baumung, war es wichtig, die Vesperkirche - wenn auch in abgespeckter Form - trotz Pandemie durchzuführen: "Es gibt Menschen, die sind wirklich darauf angewiesen. Wir haben einige obdachlose Gäste, die das ganze Jahr draußen sind und sich natürlich freuen, wenn sie ein warmes Essen bekommen. Wir machen auch deutlich, dass wir die  Menschen nicht vergessen.“ 

Wie Zuhause bleiben, wenn man kein Zuhause hat?

Einer der Besucher, der am Imbisswagen sein Essen einpackt, sagt zum Corona-Konzept der Vesperkirche: "Die Wärme und die Gespräche und die Kontakte, das fehlt schon, das ist klar. Aber ich sag, ich bin dankbar dafür, dass es trotzdem ausgegeben wird das Essen. Ist doch eine Hilfe."

Vesperkirche ist spendenfinanziert

Normalerweise kommen zur Vesperkirche in Göppingen täglich rund 180 Besucher. Sechs Wochen wird das Essen zum Mitnehmen angeboten. Das kostet die Organisatoren knapp 60.000 Euro. Das Haus Linde muss das über Spenden finanzieren. Die Vesperkirche in Göppingen dauert dieses Jahr bis zum 16. Februar.

In Stuttgart beginnt die diesjährige Vesperkirche am 17. Januar. Auch dort soll Essen zum Mitnehmen angeboten werden.

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