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Nach einem Massaker auf einer Müllkippe in Syrien ist ein Terror-Kämpfer vor dem Oberlandesgericht Stuttgart zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Drei weitere Männer müssen ebenfalls für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Angeklagte vor der Urteilsverkündung im Prozess gegen vier mutmaßliche Anhänger der Terrorgruppe Dschabhat al-Nusra (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Die vier Angeklagten vor der Urteilsverkündung picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Die Stuttgarter Richter sahen es als erwiesen an, dass der Hauptangeklagte zwei Menschen ermordet hatte und an weiteren 17 Morden beteiligt gewesen war. Der Senat stellte bei ihm außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist nicht absehbar, ob und wann der Syrer wieder auf freien Fuß kommt.

Weitere Terror-Kämpfer verurteilt

Seine drei früheren Gleichgesinnten aus der früheren Kampfeinheit der radikal-islamistischen Terrorgruppe Dschabhat al-Nusra müssen für mehrere Jahre hinter Gitter, entschied der Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht. Mindestens einer von ihnen soll ebenfalls an dem Massaker beteiligt gewesen sein.

Mindestens 19 Angehörige des Assad-Regimes getötet

Die Männer hatten nach Zeugenaussagen im Frühjahr 2013 auf einer Müllkippe in der Nähe von Tabka mindestens 19 Angehörige des syrischen Assad-Regimes getötet. Die Opfer - Polizisten, Sicherheitsleute und Armeeangehörige - waren zuvor bei der Eroberung der Stadt Rakka gefangen genommen worden.

Verurteilte kamen als Flüchtlinge

Die nun verurteilten Männer kamen später als Flüchtlinge nach Europa. Sie lebten zuletzt in Leimen bei Heidelberg, Berlin, Reiskirchen nahe Gießen und Düsseldorf.

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