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Forscher der Universität Hohenheim wollen eine eigene Buchweizensorte züchten. Ziel sei es, das bislang wenig populäre Pseudogetreide bekannter zu machen.

Eine Schale mit einer Buchweizen-Mehl-Mischung zwischen verschiedenen Buchweizenbroten.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)
Eine Schale mit einer Buchweizen-Mehl-Mischung zwischen verschiedenen Buchweizenbroten. picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Buchweizen wächst auf kargen Böden, ist gut für die Gesundheit und muss nicht gedüngt werden, heißt es von den Forschern der Uni Stuttgart-Hohenheim. Trotzdem ist er bei uns bisher nicht sehr populär. Ein Team der Uni will das ändern und untersucht jetzt 25 Buchweizensorten auf ihr Anbaupotenzial.

Alternative zum russischen Angebot

Die Versuchsfelder für das Forschungsprojekt liegen in Stuttgart, in der Nähe von Straßburg und bei Bad Urach im Kreis Reutlingen. Die Hohenheimer Forscher wollen eine Alternative zum russischen Angebot züchten. Ziel sei es, Buchweizen als Zweikultur nach Grünroggen oder einer frühreifenden Kartoffel Mitte Juni auszusäen. Bisher wird Buchweizen in Deutschland kaum angebaut.

Buchweizen hat Vor- und Nachteile

Die Erträge von Buchweizen schwanken stark und sind im Vergleich zu Sommergetreide nur etwa halb so hoch. Außerdem ist Buchweizen kälteempfindlich. Trotzdem sehen die Wissenschaftler der Uni Hohenheim ernährungsphysiologische Vorteile. Und sie sind der Meinung, dass Buchweizen die nachhaltige Landwirtschaft fördert.

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