Glühwein, Lebkuchen & Co.

Diese Weihnachtsmärkte sollen trotz Corona in der Region Stuttgart stattfinden

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Welcher Weihnachtsmarkt findet statt, welcher nicht? Auf was müssen sich Besucherinnen und Besucher angesichts der Pandemie einstellen? Ein Überblick für die Region Stuttgart.

Weihnachtsmarkt (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Marijan Murat)
Unverkennbar barock - in Ludwigsburg soll trotz Corona der Weihnachtsmarkt stattfinden. Markenzeichen: die übergroßen goldenen Engel. (Archiv) picture alliance / dpa | Marijan Murat

Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg mit Bändchen

"Wir wollen in Ludwigsburg den Weihnachtsmarkt stattfinden lassen und halten uns dabei an die Vorgaben des Landes", sagte Mario Kreh von Tourismus & Events Ludwigsburg am Freitag dem SWR. Solange das Land keine Vorgabe mache, dass Weihnachtsmärkte nicht stattfinden dürften, werde auch der in Ludwigsburg nicht abgesagt, so Kreh. Man stehe auch mit den anderen großen Weihnachtsmärkten in Baden-Württemberg in Kontakt: "Die handhaben das auch alle so."

Konkret soll in Ludwigsburg eine Maskenpflicht auf dem Weihnachtsmarkt und die 3G-Regel an den Essens- und Getränkeständen gelten. "Wir haben vier Stände auf dem Markt, an denen man seinen Nachweis vorzeigen kann. Dafür erhält man dann ein Bändchen." Dieses müsse dann an jedem Stand vorgezeigt werden, an dem die 3G-Pflicht gelte. Sollte allerdings die Alarmstufe kommen, gelte an den Ausschank-Ständen die 2G-Regel.

Weihnachtsmarkt in Stuttgart bis über Weihnachten hinaus

In Stuttgart soll nach Angaben der städtischen Veranstaltungsgesellschaft "in.Stuttgart" nach dem coronabedingten Ausfall 2020 dieses Jahr ebenfalls wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden. In.Stuttgart teilte mit: "In diesem Jahr verwandelt sich die City vom 24. November bis einschließlich 30. Dezember 2021 für 37 Tage in eine liebevoll geschmückte Budenstadt - auf Beschluss des Gemeinderates eine Woche länger als ursprünglich geplant."

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt werde entsprechend der Verordnung des Landessozialministeriums allen Besuchern offen stehen, sagte Unternehmenssprecher Jörg Klopfer dem SWR. Noch werde am Hygienekonzept gefeilt. Es bestehe jedoch grundsätzlich Maskenpflicht. Wer etwas essen oder trinken wolle, der benötigt einen Bändel an der Hand. Den bekomme man nur mit einem gültigen 3G- oder 2G-Nachweis - je nachdem, ob nun die Warn- oder schon die Alarmstufe gilt.

Weihnachtsmarkt (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Jan-Philipp Strobel)
Der Weihnachtsmarkt in Esslingen vor der Pandemie - dieses Jahr soll er in abgespeckter Version stattfinden. Dabei wird nicht nur die Zahl der Stände reduziert. (Archiv) picture alliance / dpa | Jan-Philipp Strobel

Mittelaltermarkt in Esslingen will ebenfalls "Bändel" einsetzen

Der Esslinger Weihnachtsmarkt soll am 23. November beginnen und am 22. Dezember enden. Mitarbeiter eines externen Sicherheitsdienstes werden - nach Prüfung der G-Regeln - Bändel gegen eine Gebühr von einem Euro anbieten. Außerdem soll der Markt in einem abgespeckten Rahmen stattfinden. Liveprogramm, Mitmachangebote, die bei Familien beliebte lebende Krippe und andere Events werden nicht stattfinden. Und statt der sonst üblichen 200 Stände soll es dieses Jahr 120 geben.

Mehrere Gemeinden haben ihren Weihnachtsmarkt abgesagt

Während beispielsweise der Weihnachtsmarkt in Sindelfingen (Kreis Böblingen) unter Auflagen nach jetzigem Stand stattfinden soll, haben andere Kommunen sich gegen das Veranstalten eines Weihnachtsmarkts in diesem Jahr ausgesprochen.

"Göppinger Advent" abgesagt

Der Weihnachtsmarkt in Göppingen ("Göppinger Advent") findet in diesem Jahr nicht statt. "Aufgrund der voll belegten Intensivbetten in den Kliniken erscheint die Durchführung des Göppinger Advents leider nicht mehr verantwortbar", teilte die Stadt dazu mit. Die "Lange Einkaufsnacht" am 3. Dezember sei von dieser Entscheidung jedoch nicht betroffen.

Die Organisatoren in Bad Boll (Kreis Göppingen) teilten mit, die Auflagen für einen Weihnachtsmarkt seien enorm. Dazu gehöre beispielsweise eine Erfassung von Kontaktdaten und ein Hygienekonzept. "Leider sehen sich weder die mitwirkenden Vereine, Institutionen und Kirchen noch die Gemeindeverwaltung in der Lage, dies alles zu stemmen", wurde die Absage des dortigen Marktes begründet.

Auch aus Korb (Rems-Murr-Kreis) kam eine entsprechende Absage: "Aufgrund der unsicheren Lage und der aktuell bestehenden Warnstufe ist es der Gemeindeverwaltung jedoch nicht möglich abzuschätzen, wie sich die Situation bis Dezember entwickeln wird." Die erforderlichen Schutzmaßnahmen gegen Corona würden eine weihnachtliche Stimmung erschweren und aufgrund des erhöhten Risikos könnten auch keine Alternativen angeboten werden.

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