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Nach einem Video von Aktivisten der SoKo Tierschutz e.V. über Tierquälerei im Gärtringer Schlachthof wird mit Unterstützung der Tierschützer ermittelt. Der Schlachthof hat inzwischen reagiert.

Der Schlachthof in Gärtringen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
Der Schlachthof in Gärtringen picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

Das dreiminütige Video der Tierschutzorganisation über Misshandlungen von Tieren im Schlachthof von Gärtringen hatte das Landratsamt von Böblingen auf den Plan gerufen. Die Ermittler im Landratsamt können nun das gesamte Filmmaterial der Tierschützer auswerten, nicht nur die bereits in sozialen Netzwerken veröffentlichten und geschnittenen Filmsequenzen aus dem Schlachthof.

Mehrere tausend Gigabyte Material

Ein Sprecher der Organisation SoKo Tierschutz hatte am Dienstag gegenüber dem SWR angekündigt, das ganze Filmmaterial an das Landratsamt Böblingen weiter zu geben. Das Landratsamt ist für die Kontrolle des Schlachthofes zuständig. Es handelt sich um mehrere mehrere tausend Gigabyte Videomaterial. Dieses Material will das Landratsamt auch an die Staatsanwaltschaft weitergeben, die strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet hat.

Schlachthof zieht Konsequenzen

Momentan läuft der Schlachtbetrieb unter der Aufsicht von zwei Mitarbeitern des Veterinäramtes weiter. Laut Schlachthof-Aufsichtsrat Günther Egeler hat aber auch der Betrieb selbst reagiert. Das Personal sei um drei Personen aufgestockt und die Schlachtgeschwindigkeit reduziert worden. Viehzutrieb und Betäubung seien zur Chefsache erklärt worden, die Betäubungsfalle soll von einem Schlosser repariert werden. Außerdem sollen so schnell wie möglich Kameras installiert werden, die den ganzen Vorgang vom Abladen der Tiere bis zur Schlachtung dokumentieren.

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