STAND

Nachdem die Große Koalition beschlossen hat, bis zu 1.500 unbegleitete Flüchtlingskinder in Deutschland aufzunehmen, hat sich die Stadt Stuttgart zur Mithilfe bereit erklärt.

Die Stadt Stuttgart werde Kinder aus Griechenland aufnehmen, erklärte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). Er sei froh, dass sich die Große Koalition in Berlin zu diesem Schritt entschlossen habe, erklärte er.

Kranke Kinder im Fokus

Das Stuttgarter Jugendamt und das Sozialamt seien bereits informiert, damit sie die Aufnahme der Kinder vorbereiten können. Wichtig sei ihm besonders, dass auch die gesundheitliche Versorgung der zum Teil kranken Kinder gesichert sei. Wie viele Kinder Stuttgart aufnehmen wird, sagte Kuhn nicht. Aktuell leben rund 5.600 Geflüchtete in der Landeshauptstadt, die meisten von ihnen kommen aus Syrien.

Fritz Kuhn (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Marijan Murat/dpa)
Stutgarts grüner OB Fritz Kuhn (Archivbild) picture alliance/Marijan Murat/dpa

18 Städte in Baden-Württemberg

In den vergangenen Monaten haben sich bundesweit rund 140 deutsche Städte bereit erklärt Flüchtlingen helfen zu wollen. Sie sind in der Regel über die zivilgesellschaftliche Bewegung "Seebrücke" vernetzt, die sogenannte "Sichere Häfen" für die Flüchtlinge anstrebt. Unter den 18 Städten aus Baden-Württemberg, die Flüchtlinge unterstützen wollen, ist auch Herrenberg im Kreis Böblingen. Hier haben 23 von 29 Gemeinderäten für den Beitritt zur "Seebrücke" gestimmt.

Renningen diskutiert noch

Auch Marbach (Kreis Ludwigsburg) und Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) haben sich öffentlich solidarisch erklärt. In Renningen (Kreis Böblingen) wird am 23. März im Gemeinderat darüber diskutiert, ob man der "Seebrücke" beitreten will. SPD und Grüne unterstützen einen entsprechenden Antrag. Bürgermeister Wolfgang Faißt will Solidarität erklären, aber nicht beitreten. Bislang haben außer Rottenburg (Kreis Tübingen) und Stuttgart noch keine Kommunen konkrete Bereitschaft angekündigt, Flüchtlingen aufzunehmen.

STAND
AUTOR/IN