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Seit dem Jahr 2010 gelten in der EU Grenzwerte für Stickoxide. Diese werden nun auch an dem besonders belasteten Stuttgarter Neckartor zum ersten Mal eingehalten - allerdings denkbar knapp.

Messstelle am Stuttgarter Neckartor (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)
Am Stuttgarter Neckartor werden die Grenzwerte für Stickoxid erstmals eingehalten. Laut einem Zeitungsbericht liegen sie bei 39 Mikrogramm. picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid liegt am besonders belasteten Stuttgarter Neckartor bei 39 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, schreiben die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten. Ein Sprecher des baden-württembergischen Verkehrsministeriums bestätigte am Dienstag den Bericht. Offizielle Daten sollen für das zu Ende gehende Jahr Anfang Januar vorliegen.

Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm

Vor vier Jahren hatte der Wert noch 82 Mikrogramm betragen, der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm. Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wertete dies als "großen Erfolg einer konsequent umgesetzten Luftreinhaltepolitik". Neben den Dieselfahrverboten habe aber unter anderem auch die Corona-Pandemie einen Anteil, wird der Minister zitiert.

Feinstaubwerte werden seit längerem eingehalten

Beim Feinstaub wurden die von der Europäischen Union vorgegebenen Werte nach 2018 und 2019 im zu Ende gehenden Jahr erneut eingehalten. Bisher wurde nur an 17 Tagen der Höchstwert von 50 Mikrogramm überschritten, erlaubt sind 35 Tage.

Das Stuttgarter Neckartor galt wegen der hohen Belastung mit Luftschadstoffen jahrelang als die "schmutzigste Kreuzung Deutschlands".

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