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In Stuttgart gelten seit Mittwoch neue Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Dazu gehört etwa eine Maskenpflicht in der Innenstadt. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen.

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Die Maskenpflicht in der Stuttgarter Innenstadt gilt für Personen ab einem Alter von sechs Jahren. Das besagt die von der Stadt erlassene Allgemeinverfügung. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren oder Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Auch wer isst, trinkt oder Sport ausübt, muss keine Maske tragen. Ausdrücklich sind in diesem Zusammenhang Joggen beziehungsweise Laufen und Fahrrad fahren genannt.

Alkoholverbot auf beliebten Plätzen

Der Straßenverkauf und Konsum von Alkohol ist an beliebten Treffpunkten in der Stadt in den Nächten von Donnerstag bis Samstag verboten, heißt es bei der Stadt weiter. Gaststätten dürfen weiterhin Alkohol ausschenken. Im privaten Bereich dürfen maximal zehn Personen feiern. Bei öffentlichen Veranstaltungen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Maskenpflicht für Schüler

Stuttgarter Schüler müssen auch im Unterricht eine Maske tragen. Ausgenommen davon sind Grundschüler. Zudem soll der Unterricht entzerrt werden. Schüler ab der achten Klasse sollen deshalb eine Stunde später zum Unterricht kommen.

In Stuttgart gelten strengere Corona-Maßnahmen ab Mittwoch. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Tom Weller/dpa)
Wer sich ab Mittwoch in der Innenstadt auffällt, muss eine Maske tragen. Es gibt nur wenige Ausnahmen. picture alliance/Tom Weller/dpa

Bundeswehr soll Infektionsketten aufspüren

Um die Ausbreitung der Corona-Infektionen in Stuttgart zu verlangsamen, wird die Bundeswehr 60 Soldaten in die baden-württembergische Landeshauptstadt entsenden. Die Frauen und Männer sollen in zwei Gruppen am Donnerstag und am Freitag eintreffen, wie ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg am Mittwoch mitteilte. Aufgabe der Soldaten vom Jägerbataillon in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sei es, das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zu unterstützen. 

Für Donnerstag und Freitag seien zunächst Schulungen geplant, bevor die Soldaten mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnen, hieß es. Die Amtshilfe durch die Bundeswehr sei zunächst bis zum 27. November genehmigt.

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Sieben-Tage-Inzidenz in Stuttgart steigt weiter

Die Corona-Regelungen in Stuttgart sind verschärft worden, weil die Stadt die als sogenannter Hotspot gilt. Das bedeutet, dass es dort innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gab. In Stuttgart liegt die entscheidende Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 71,4.

Zudem wurde bekannt, dass es in einem Altenheim in der Landeshauptstadt zu einem Corona-Ausbruch gekommen war. In der Einrichtung seien 30 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Sprecher der Stadt am Montagnachmittag. Unter den Infizierten seien zahlreiche Mitarbeiter und einige Bewohner. Auch im benachbarten Landkreis Esslingen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern weiter und beträgt nun 80,2.

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