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Verweilverbote in Teilen der Stuttgarter City wird es vorerst nicht geben. Allerdings wird eine Freitreppe am Schlossplatz abgeriegelt, damit Provokateure kein Publikum haben.

Gegen 19:45 Uhr will die Polizei nach SWR-Informationen am Mittwochabend die Freitreppe neben dem Kunstmuseum am Schlossplatz in Stuttgart räumen. Im Auftrag des Tiefbauamtes der Stadt Stuttgart soll dann ein Unternehmen Absperrgitter entlang der Freitreppe aufstellen, die kurz zuvor per Lastwagen angeliefert werden sollen. Das Bauwerk sei von auf Krawall gebürsteten Menschen als Bühne für ihr Imponiergehabe genutzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Verbot gilt erstmals am Abend vor dem Feiertag Fronleichnam

Nach den Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in der Innenstadt wird die Freitreppe an bestimmten Abenden gesperrt. Dort darf man freitags und samstags sowie an Abenden vor Feiertagen jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages nicht verweilen, hatte die Stadt Stuttgart am Dienstag mitgeteilt. Damit gilt das Verbot erstmals am Mittwochabend vor Fronleichnam. Das Areal zu durchqueren, bleibt aber erlaubt.

Gesperrte Freitreppe soll möglichen Provokateuren das Publikum nehmen

Die Freitreppe ist ein beliebter Treffpunkt in der Stadtmitte. Bei den Ausschreitungen am vergangenen Samstagabend, bei denen mehrere Polizisten verletzt wurden, sei sie "Ausgangspunkt der Provokationen und Übergriffe" gewesen, begründete Stuttgarts Ordnungsbürgermeister Clemens Maier (Freie Wähler) die Entscheidung. Es gehe darum, "Provokateuren die Bühne zu nehmen". Ein ähnliches Verbot in anderen Teilen der Innenstadt sei vorerst nicht geplant, sagte Maier. Die Krawalle dürften nicht zu einem "Kollektivverbot" führen. In den kommenden Tagen werden in der Landeshauptstadt auch berittene Polizei und Anti-Konfliktteams eingesetzt.

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