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Nach wochenlanger Diskussion hat am Montag vor zehn Jahren Heiner Geißler seinen S21-Schlichterspruch verkündet. Noch heute gilt die Schlichtung als wegweisend. Es gibt aber auch Kritik.

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Die Schlichtung war nach den Massenprotesten gegen das Bahnprojekt und den Schwarzen Donnerstag eingesetzt worden. Von Ende Oktober bis zum 30. November 2010 wurde im Stuttgarter Rathaus verhandelt. Projektbefürworter- und Gegner entsandten dazu jeweils sieben Vertreter.

Millionenpublikum verfolgte unzählige Redebeiträge

Der 2017 verstorbene CDU-Politiker Heiner Geißler moderierte die Sitzungen. In seinem Schlichterspruch unter dem Motto "Stuttgart 21 plus" unterstützte Geißler die Fortführung der Bauarbeiten, formulierte aber Ergänzungen, wie etwa einen Stresstest zur Leistungsfähigkeit des neuen Hauptbahnhofs.

In unzähligen Redebeiträgen erlebte ein Millionenpublikum im Fernsehen und Radio einen teils hitzigen Kampf um Fahrpläne und Rentabilitätshochrechnungen.

"Der Stresstest wurde unterlaufen." 

Grünen-Politiker Boris Palmer

Rückblickend sagt heute der Tübinger OB Boris Palmer (Grüne), der damals als Vertreter der S21-Gegner am Schlichtungsprozess teilnahm: "Tatsächlich ist vom Schlichterspruch eigentlich so gut wie nichts übriggeblieben, inhaltlich jedenfalls."

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