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Der zweigleisige Bau der sogenannten Großen Wendlinger Kurve an der Neubaustrecke nach Ulm wird mehrere Millionen Euro teurer als zunächst geplant. Das Land kündigte an, die zusätzlichen Kosten zu übernehmen.

Wegen des engen Terminplans und des Baubooms seien die Kosten im Vergleich zur Planung aus dem Jahr 2018 um 23 Millionen Euro gestiegen. "Das Land wird diese Mehrkosten übernehmen", teilte das baden-württembergische Verkehrsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit.

Mehrkosten, um Termine einhalten zu können

Unter anderem sei die Bauwirtschaft derzeit so ausgelastet, dass Planungsleistungen, Subunternehmerdienste und Baukosten teurer geworden seien und Materiallieferungen schwerer.

"Eine erhebliche Rolle spielt auch, dass sichergestellt werden muss, dass die Arbeiten an der Großen Wendlinger Kurve zu keinen Verzögerungen bei der Neubaustrecke führen", so das Ministerium. Um die Termine einhalten zu können, werde zusätzliches und größeres Gerät ebenso eingesetzt wie neues Personal.

Bauabschnitt war zunächst nur eingleisig geplant

Die Große Wendlinger Kurve verbindet als Teil des Projekts Stuttgart 21 die Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm mit der Neckartalbahn, die von Stuttgart nach Tübingen fährt. Der neue knapp zwei Kilometer lange Bahnabschnitt bei Wendlingen war zunächst nur eingleisig vorgesehen. Das Verkehrsministerium fürchtete dadurch einen Engpass im Schienennetz.

Die Projektpartner einigten sich auf ein zweites Gleis, das eine kreuzungsfreie Abzweigung und eine Ausweitung des Angebots erlaubt. Die Kosten wurden bei der Verabschiedung des Projektes im November 2018 auf rund 100 Millionen Euro geschätzt.

Ministerium: Termin für Inbetriebnahme nicht gefährdet

Nach Angaben des Ministeriums ist die für Dezember 2022 geplante vorzeitige Inbetriebnahme der Neubaustrecke aber nicht gefährdet.

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