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Beamte der Abteilung Staatsschutz des Landeskriminalamts haben am Freitag bei Untersuchungen in Stuttgart und Berlin zwei Verdächtige im Fall einer mutmaßlich linkextremistischen Droh- und Einschüchterungskampagne festgenommen.

Die beiden Verdächtigen, eine Frau und ein Mann im Alter von 38 und 39 Jahren, sollen zahlreiche Drohbriefe an Politiker, Behörde, Ministerien und Verkehrsverbünde geschickt haben, teilte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) mit. In den Schreiben sollen sie die Empfänger aufgefordert haben, Missstände in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen zu beseitigen. Dazu legten sie den Briefen Platzpatronen oder auch Messer bei. Einer der Briefe soll an den baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gegangen sein.

Verdächtige werden dem linksextremen Spektrum zugeordnet

Dem Paar wird außerdem vorgeworfen, im August einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg begangen zu haben. Laut LKA zündete der Brandsatz nicht richtig. Die Verdächtigen unterzeichneten die Drohschreiben offenbar mit "Militante Zelle - vereint im Kollektiv der Revolutionären Aktionszellen", das Paar wird dem linksextremen Spektrum zugeordnet. An den Ermittlungen waren bundesweit mehrere Polizeipräsidien und Kriminalämter beteiligt.

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