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In den Schulen soll es seit Montag ein bisschen zurück zur Normalität gehen. Doch was sich am Morgen in den Schulen in der Region abgespielt hat, war alles andere als normal.

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Der Schultag an der Mörike-Gemeinschaftsschule in Backnang (Rems-Murr-Kreis) fängt für die Sechstklässler auf dem Schulhof an. Rektorin Karin Moll begrüßt die Schüler mit den Worten: "Wir freuen uns, dass Ihr wieder da sein dürft. Ich hab' Euch schon ewig nicht mehr gesehen."

Schüler freuen sich auf den Präsenzunterricht

Der Weg ins Klassenzimmer führt - wie vorgeschrieben - am Spender mit dem Desinfektionsmittel vorbei. Die Schüler gehen auf Abstand. Fatma stört das aber nicht weiter. Sie freut sich, wieder in die Schule zu gehen. "Ich find das schön", sagt sie. " Im Online-Unterricht war es schlimm, dass wir manchmal Sachen nicht verstanden haben." Auch ihr Mitschüler Maxim war vom Online-Unterricht nicht begeistert. "Zuhause hat es mich sehr genervt, ich wollte unbedingt wieder in die Schule." Und Louis freut sich, dass er seine Freunde wieder treffen kann.

Eltern in Esslingen testen selbst

Damit auch die Fünft- und Sechstklässler wieder sicher und ohne Angst vor Corona in die Schule gehen können, wurden die Eltern gebeten, ihre Kinder per Schnelltest testen zu lassen. Um das zu gewährleisten haben die Eltern der St. Bernhard-Grundschule in Esslingen selbst ein Testzentrum eingerichtet, wie Elternvertreter Fabian Kühne erzählt. "Die Aufsicht über diese Tests wird durch medizinisches und medizinisch geschultes Personal aus der Elternschaft durchgeführt." Aber eigentlich machen die Eltern die Arbeit von anderen, findet er - und ist sauer: "Wir finden, dass das eine 'Riesensauerei' ist, weil es lange bekannt war, dass die Schule gestartet wird und unsere Grundschule und deren Leitung da relativ allein gelassen wird."

Angst vor Ansteckung und Quarantäne

Angst vor Corona-Ausbrüchen und nachfolgender Quarantäne hat auch Manja Reinholt vom Stuttgarter Gesamtelternbeirat: "Quarantäne bedeutet: Zwei Wochen kann man nicht raus. Und man kann sich auch nicht frei testen." Außerdem sei die Angst da, dass das Virus in die Familie getragen werde. Nicht zuletzt wegen der ansteckenden Virusmutationen bestehe schon sehr viel Unsicherheit, sagt Reinholt. Und Quarantäne bedeute für die Familien extreme Einschränkungen

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