STAND

Am Montag soll der Schulunterricht dort beginnen, wo die Inzidenzen unter 200 liegen und die Schulen mit den notwendigen Schnelltests für ihre Schüler ausgestattet sind. Doch das ist nicht überall der Fall.

In den Landkreisen Böblingen und Esslingen sei man in den Schulen gut gewappnet für Präsenzunterricht, heißt es von den zuständigen staatlichen Schulämtern. Die benötigten Schnelltests, die ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 nötig sind, lägen vor. Auch in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) haben die Schulen ihre Schnelltests bekommen, heißt es von den Schulleitungen. Dagegen beginnt in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) der Unterricht am Montag nicht wie geplant: Sämtliche Schulen bleiben geschlossen.

Unterrichtsstart verzögert sich in Bietigheim-Bissingen

Wie die Stadt auf SWR-Anfrage mitteilte, fehlen in den Schulen die ab Montag verpflichtenden Schnelltests. Bis Freitag habe man keine Lieferung des Landes erhalten. Die Schulleiter der Stadt haben daher gemeinsam beschlossen, den Schulstart zu verschieben. Die Schnelltests sind aktuell für Montag angekündigt, aus organisatorischer Sicht wäre der Schulstart frühstens am Mittwoch möglich, so der geschäftsführende Schulleiter Claus Stöckle. Bis dahin findet in den Schulen in Bietigheim-Bissingen zunächst nur Notbetreuung und Unterricht für die Abschlussklassen statt.

Stuttgart empfiehlt Schul- und Kitaschließungen

Keinen Unterricht in den Schulen gibt es auch im Kreis Göppingen. Hier liegt die Sieben-Tages-Inzidenz über der 200er-Marke, daher bleiben die Schulen geschlossen. Auch in Stuttgart sollen in der kommenden Woche die Schulen und die Kitas geschlossen bleiben. Bereits am Montag können die Schulen schließen. Die Kitas werden, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz weiterhin hoch bleibt oder sogar steigt, im Laufe der Woche - bis auf eine Notbetreuung - schließen.

Stuttgart droht die 200er-Marke zu reißen

Den Eltern wird empfohlen, schon ab Montag ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Dies gab die Stuttgarter Verwaltung bekannt. Man greife mit der Empfehlung einer rechtlich bindenden Allgemeinverfügung zur Schließung vom Land vor, so Bildungsbürgermeisterin Isabel Fezer (FDP), um die Einrichtungen nicht nach wenigen Tage wieder schließen zu müssen, wenn die Stadt die 200er-Inzidenz überschreitet.

STAND
AUTOR/IN