Die Schäden des Hochwassers eines Hauses in Schorndorf

Das Geld müsse sofort kommen

Hochwasser: Schorndorf fordert Millionen vom Bund und vom Land

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Christian Spöcker
Christian Spöcker, SWR

Die Überschwemmung hat in Schorndorf große Schäden angerichtet. Das sei für die Stadt allein nicht finanzierbar, sagt Oberbürgermeister Hornikel und hofft auf Unterstützung.

Die Stadt Schorndorf im Rems-Murr-Kreis fordert vom Bund und vom Land Geld für die Folgen der Flutkatastrophe. Oberbürgermeister Bernd Hornikel (parteilos) habe sich dafür an Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Kanzler Olaf Scholz (SPD) gewandt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Dabei habe er finanzielle Unterstützung gefordert. Schorndorf stehe vor einer gewaltigen Herausforderung, die die Stadt aus eigenen Mitteln nicht bewältigen könne.

Das Geld müsse sofort bereitgestellt und es müsse sich um eine substanzielle Summe handeln, so die Stadt. Grund dafür sei ein Schaden, den die Stadt nach jetzigem Stand auf 30 bis 35 Millionen Euro allein für Schorndorf schätzt. Hinzu kämen rund 20 Millionen Euro für die Wieslauftalbahn, wovon die Stadt als Miteigentümer rund fünf Millionen Euro tragen müsse.

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Auch der zuständige Landrat Richard Sigel (parteilos) fordert finanzielle Hilfe für die Schäden an der Wieslauftalbahn. Er habe Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bei dessen Besuch im Kreis einen Forderungskatalog für "zeitnahe Sanierung der Wieslauftalbahn und beschädigte Straßen" im Rems-Murr-Kreis übergeben. Allein für die Bahn müsse das Land sofort mindestens 15 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

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Hinzu kommen 20 Millionen Euro, die der Landrat für die beschädigten Straßen im Kreis fordert. Auch sie müssten sofort zur Verfügung gestellt werden. "Im Bestfall können so die warmen Sommermonate für eine zeitnahe Sanierung genutzt werden", so Sigel. Das Hochwasser und der Starkregen hätten zahlreiche Straßen- und Radwegeverbindungen erheblich beschädigt, weshalb sie teilweise nicht mehr genutzt werden könnten. "Die nun kurzfristig notwendigen Investitionen sind durch die kommunalen Haushalte unmöglich zu stemmen", teilt Sigel mit.

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