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Der wegen Tierschutzverstößen geschlossene Schlachthof in Gärtringen (Kreis Böblingen) soll Forschungsschlachthof werden. Das fordert die CDU-Fraktion im Böblinger Kreistag. Ein Tierwohlforscher antwortet.

Das Landratsamt soll die Universität Hohenheim und das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium ansprechen, so die Forderung der Kreis-CDU. Die Universität könnte die Abläufe im Schlachthof wissenschaftlich begleiten, so die Vorstellung des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Böblinger Kreistag Helmut Noe.

Juristische Aufarbeitung des Skandals läuft

Aktuell ist der Schlachthof in Gärtringen nach massiven Tierschutzverstößen geschlossen, die zuständigen Veterinäre gefeuert. Eine Tierschutzorganisaion hatte den Skandal öffentlich gemacht und ein Video ins Internet gestellt. Die juristische Aufarbeitung läuft. Für einen Umbau des Schlachthofs sind voraussichtlich Investitionen in Millionenhöhe notwendig.

Vorschlag für den Runden Tisch

Ein erster Vorschlag, wie der Schlachthof saniert werden könne, soll am kommenden Montag im Rahmen eines Runden Tisches von einem Architekten vorgelegt werden, teilte das zuständige Landratsamt Böblingen mit. Das fordert von dem bisherigen genossentschaftlichen Schlachthofbetreiber eine überzeugendes Konzept für den Neustart des Schlachthofs. Bislang sei aber ein derartiger Ansatz für Forschung und Lehre noch nicht diskutiert worden, heißt es aus dem Landratsamt. Ein Forschungsschlachthof könne eine von vielen Ideen sein.

CDU-Fraktion will vom Tierschutzprogramm profitieren

Die CDU-Fraktion im Kreistag geht von Kosten in Höhe von etwa drei Millionen Euro für die Sanierung aus. Das Land habe ein neue Programm für den Tierschutz von Nutztieren in Baden-Württemberg mit rund 10 Millionen Euro aufgelegt; "Aus diesem Topf sollte eine gute Summe fließen", so Helmut Noe im SWR.

Gärtringen

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