Schabrackentapir-Baby in der Wilhelma (Foto: Wilhelma Stuttgart)

Bedrohte Art in Stuttgarter Zoo

Wilhelma: Schabrackentapir-Nachwuchs - erstmals seit 40 Jahren

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Schabrackentapire leben in den tropischen Wälder Asiens. Durch Palmölplantagen und Ackerbau wird ihr Lebensraum kleiner. Die Wilhelma freut sich deshalb über einen Zuchterfolg.

In den vergangenen 40 Jahren ist das Vorkommen von Schabrackentapiren in der Wildnis nach Angaben der Wilhelma um etwa die Hälfte eingebrochen. Umso bedeutsamer sei deshalb der kleine Tapir, der jüngst im Stuttgarter Zoo auf die Welt gekommen ist. Der Kleine sei ein potenzieller Stammhalter für den Fortbestand seiner Art, schreibt die Wilhelma.

Schabrackentapir-Baby in der Wilhelma (Foto: Wilhelma Stuttgart)
Der kleine Tapir bei seinem ersten Ausflug an die frische Luft. Wilhelma Stuttgart Bild in Detailansicht öffnen
Das Geschlecht des kleinen Tapirs ist noch unbekannt. Wilhelma Stuttgart Bild in Detailansicht öffnen
Mit etwa zehn Wochen wird das Baby sein Aussehen verändern. Dann beginnt die "Umfärbung" hin zum dunkleren Fell, wie es auch die Eltern des Kleinen haben. Wilhelma Stuttgart Bild in Detailansicht öffnen
Der kleine Tapir erwies sich bei seinem ersten Ausflug an die frische Luft als "Naturtalent" beim Schwimmen, wie die Wilhelma schreibt. Wilhelma Stuttgart Bild in Detailansicht öffnen
In der Freiheit sind Schabrackentapire in den tropischen Wäldern Thailands, Myanmars, Malaysias und Indonesiens zu Hause. Allerdings werden diese Wälder nach Angaben der Wilhelma durch Palmölplantagen und Ackerflächen in immer kleine Parzellen aufgeteilt. So wird der Lebensraum der Tapire zerstört. Wilhelma Stuttgart Bild in Detailansicht öffnen

In einem Europäischen Zuchterhaltungsprogramm kooperieren Zoos, um eine Population der Tiere aufrechtzuerhalten und um den Schutz des Lebensraums der Tapire in ihrer Herkunsftregion zu fördern. Das Programm umfasst nach Angaben der Wilhelma derzeit nur 50 Tiere.

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SWR