Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal des Landgerichts (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Anklage wegen Totschlags

Prozess um Schütteltod eines Fünfjährigen in Sindelfingen: Angeklagter bestreitet Vorwürfe

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Im Prozess um den Tod eines Fünfjährigen vor dem Stuttgarter Landgericht hat der 25-jährige Angeklagte die Vorwürfe bestritten. Er soll den Jungen heftig geschüttelt haben.

Der Angeklagte ist der Freund der Mutter. Er sollte im Sommer 2020 in Sindelfingen (Kreis Böblingen) auf den körperlich behinderten fünfjährigen Sohn aufpassen. Dabei soll er ihn so geschüttelt haben, dass der Junge eine Hirnschädigung erlitt. Vier Tage später starb der Fünfjährige. Der Angeklagte muss sich wegen Totschlags verantworten. Er bestritt am Montag die Tat.

Mehrfach von der Freundin getrennt

Im Prozess sagte der Angeklagte, dass ihm der Junge sehr ans Herz gewachsen und wie ein eigener Sohn für ihn gewesen sei. Der 25-Jährige und die Mutter des Jungen hatten zwischen 2017 und 2020 ein Liebesverhältnis, das mehrfach durch Trennungen unterbrochen wurde. Die beiden haben einen dreijährigen Sohn zusammen. Auf ihn und auf den Fünfjährigen sollte der Angeklagte 2020 aufpassen.

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