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Der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft hat Angriffe auf Beamte am Rande der Anti-Rassismus-Demo in Stuttgart verurteilt. Am Samstag war es nach der Kundgebung zu Zwischenfällen in der Innenstadt gekommen.

Der baden-württembergische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, kritisierte am Sonntag die Zwischenfälle. Die Vorfälle zeigten, "dass insbesondere linke Extremisten die Anti-Rassismus-Demonstrationen und Bekundungen für deren Zwecke missbrauchen, um Gewalt gegen die Polizei und den Staat auszuüben".

#DPolG fordert mehr Vorsicht und Respekt bei Demonstrationen während der #Corona Pandemie. Gewerkschaftschef Rainer Wendt beklagt mit Blick auf die bundesweiten Kundgebungen gegen Rassismus eine fehlende Bereitschaft zum #Infektionsschutz. https://t.co/eLvkMH4RBO via @OOZeitung

Polizeigewerkschaft: Linksextreme unter den Demonstranten

Kusterer sprach von rund 500 Personen, die am Samstagabend vor das zentrale Innenstadtrevier in Stuttgart gezogen seien und an die Tür gehämmert hätten mit Rufen wie "Ganz Stuttgart hasst die Polizei". Dies hätten ihm am Einsatz beteiligte Kollegen erzählt. Kusterer bezog sich außerdem auf ein Schreiben der Antifa, in dem dieser Vorfall beschrieben sei. Seinen Informationen zufolge hätten sich Linksextreme unter die Demonstranten gemischt.

Zahlreiche Menschen ziehen bei einer Demonstration gegen Rassismus durch die Stuttgarter Innenstadt und blockieren damit die B14. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
Zahlreiche Menschen waren nach einer Demonstration gegen Rassismus durch die Stuttgarter Innenstadt gezogen und hatten damit die B14 blockiert. picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

Pyrotechnik und Aufmarsch in Stuttgarter Innenstadt

Nach der eigentlichen "Black-Lives-Matter"-Kundgebung am neuen Schloss hätten sich mehrere einzelne Aufzüge formiert, hatte die Polizei berichtet. Personengruppen hätten sich dabei mehrfach in der Innenstadt und um den Stadtkern herum bewegt. "Die Stimmung in den Aufzügen war teils sehr aggressiv", hieß es. Die Einsatzkräfte seien mehrfach mit Gegenständen beworfen und Pyrotechnik gezündet worden. Zudem habe einer der Demonstranten dort den Seitenspiegel eines Polizeifahrzeugs abgetreten, berichtete am Sonntagnachmittag ein Polizeisprecher auf Nachfrage der Deutschen Presseagentur. Der Vorgang solle jedoch im Nachgang nochmals untersucht und bewertet werden, sagte der Polizeisprecher.

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