Stuttgart

"Querdenken"-Bewegung: Polizei überwacht Demo-Verbot

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Nachdem die Stadt Stuttgart zwei für Samstag geplante Demonstrationen der "Querdenken"-Bewegung in der Innenstadt verboten hatte, hat die Polizei die Einhaltung der Verbote intensiv überwacht. Die Demos waren mittels einer Allgemeinverfügung untersagt worden. Am Samstagnachmittag registrierte die Polizei innerhalb des Cityrings und insbesondere am Schlossplatz mehrere Personengruppen, die sie als mögliche Versammlungsteilnehmende einstufte. Während der anschließenden Kontrollmaßnahmen formierte sich am Schlossplatz ein Aufzug, der Parolen rufend Richtung Königstraße zog. Die Versammlung wurde aufgelöst. Trotzdem schlossen sich weitere Menschen, die der "Querdenken"-Bewegung zugerechnet werden konnten, dem losen Aufzug an. Einige hatten Trommeln oder Trillerpfeifen bei sich. Die Zahl der Teilnehmenden stieg zwischenzeitlich auf rund 150 Personen, die sich nicht an die coronabedingten Hygienemaßnahmen hielten. Insgesamt kontrollierten die Beamten rund 50 Personen und erteilten 26 Platzverweise. Der für Samstagabend geplante und ebenfalls verbotene Fackelmarsch fand nicht statt. Im Zuge der Überwachungsmaßnahmen kontrollierten Einsatzkräfte am Abend am Rotebühlplatz sieben Personen und beschlagnahmten unter anderem mehrere Fackeln.

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