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Im März hat ein heute 21-Jähriger die Kontrolle über seinen Miet-Jaguar verloren. Es kam zu einem Unfall, bei dem ein junges Paar starb. Am Montag wurden die ersten Plädoyers gehalten.

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Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft fordert nach Informationen des Stuttgarter Landgerichts eine sechsjährige Jugendstrafe wegen Mordes für den 21-Jährigen. Es ist die erste Mordanklage nach einem Raserunfall in Baden-Württemberg.

Nebenklage fordert ebenfalls Verurteilung wegen Mordes

Zwei der drei Nebenkläger - die Eltern der beiden Opfer und ein Bruder - haben sich der Staatsanwaltschaft weitgehend angeschlossen und plädierten auf ebenfalls sechs beziehungsweise acht Jahre Jugendstrafe. Die Anwältin der Eltern der getöteten jungen Frau plädierte hingegen auf die Anwendung des allgemeinen Strafrechts. Ihrem Plädoyer nach soll der Angeklagte zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt werden.

Eine Verurteilung wegen Mordes nach einem tödlichen Raserunfall ist ungewöhnlich und deutschlandweit erst zwei Mal erfolgt, nur ein solches Mord-Urteil ist bislang rechtskräftig.

Urteil soll am 15. November gesprochen werden

Die Plädoyers wurden in nicht-öffentlicher Sitzung vor dem Stuttgarter Landgericht gehalten. Die Verteidigung will am kommenden Montag plädieren. Das Urteil wird für den 15. November erwartet.

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