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Während die Menschen mit dem Coronavirus kämpfen, tritt bei Pferden immer häufiger ein aggressives Herpesvirus auf. Die Polizei-Reiterstaffel in Ostfildern schützt ihre Tiere mit einer Impfung.

Nach einem Ausbruch in Spanien mit mehr als zehn toten Tieren ist das Herpesvirus offenbar auch in andere Länder vorgedrungen. Bei der Reiterstaffel der Polizei in Ostfildern (Kreis Esslingen) wird deswegen aktuell besonders auf die Tiere achtgegeben. Sie seien bereits geimpft, für das Personal gebe es Hygieneregelungen und die 17 Pferde werden von fremden Tieren abgeschirmt. Dadurch seien sie gut geschützt, so Dienstgruppenleiter Roman Kayser.

Berichte von anderen Höfen bereite den Reiterinnen und Reitern zwar Sorgen. Doch da die Staffel hauptsächlich in Gebieten unterwegs sei, in denen keine anderen Tiere zu erwarten seien, sei das Risiko nicht allzu hoch.

Pferde häufig auf Demonstrationen eingesetzt

Normalerweise wird die Reiterstaffel häufig an Stadien eingesetzt. Seit im Profisport allerdings ohne Zuschauer gespielt wird, hat sich der Aufgabenbereich verlagert. Nun sind die Reiterinnen und Reiter der Polizei häufig auf Demonstrationen und zur Kontrolle der geltenden Corona-Verordnungen unterwegs. Sie hätten im Gegensatz zu Streifenwagen eine beruhigende Wirkung auf die Menschen und würden respekteinflößend wirken, so Roman Kayser.

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