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Das Oberlandesgericht Stuttgart (OLG) hat die Versicherungsansprüche von zwei Gastwirten wegen Betriebsschließungen im Zuge der Corona-Pandemie zurückgewiesen.

Oberlandesgericht Stuttgart (Foto: dpa Bildfunk, Foto: picture alliance/dpa | Marijan Murat)
Oberlandesgericht Stuttgart Foto: picture alliance/dpa | Marijan Murat

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat zwei Entscheidungen über Ansprüche von Gastronomen gefällt, die wegen der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ihre Betriebe schließen mussten.

Keine Erwähnung von Covid 19

In beiden Fällen lagen Versicherungsverträge vor, die bei Betriebsschließungen wegen des Infektionsschutzgesetzes Entschädigung versprachen. In den Verträgen seien zwar zahlreiche Krankheiten bzw. Krankheitserreger als Bedingung für eine Entschädigung aufgeführt, nicht aber das Corona-Virus oder die Krankheit Covid 19, so das Oberlandesgericht.

Aufnahme ins Infektionsschutzgesetz kam zu spät

Diese Kataloge von Krankheiten seien im Nachhinein nicht zu erweitern. Auch dann nicht, wenn eine Krankheit später in das Infektionsschutzgesetz aufgenommen worden sei, urteilten die Stuttgarter Richter. Das Corona-Virus bzw. Covid 19 waren erst am 23. Mai in das Infektionsschutzgesetz aufgenommen worden.
In einem Fall hat das OLG eine Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Im anderen Fall ist das Urteil rechtskräftig.

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