Mehrere hundert Mitarbeiter

Neues IT-Amt: Stuttgarter Behörden sollen digitaler werden

STAND

Die Stadt Stuttgart will die IT ihrer Behörden künftig in einem eigenständigen Amt bündeln. Weil Fachkräfte rar sind, gibt die Stadt dort auch Quereinsteigern eine Chance.

Die Stadt Stuttgart bündelt ihre IT und die damit verbundenen Aufgaben künftig in einem eigenständigen Amt. Es soll sich beispielsweise darum kümmern, dass die Stadtverwaltung digitaler wird - und damit die Vorgänge in Behörden insgesamt. Das hat der Stuttgarter Gemeinderat beschlossen. Die Behörde trägt bislang den Titel "Amt für Digitalisierung, Organisation und IT" und soll voraussichtlich kommenden April seine Arbeit aufnehmen.

Das Rathaus in Stuttgart (Foto: SWR)
Die Arbeit im Stuttgarter Rathaus und den anderen städtischen Behörden soll durch das neue Amt digitaler werden.

Etwa 330 Mitarbeitende im neuen Stuttgarter IT-Amt

"Wir bündeln hier unsere Kompetenzen und führen unsere IT- und Digitalisierungseinheiten in einem neuen Amt zusammen und geben der Digitalisierung damit auch in innerhalb der Aufbauorganisation der Stadtverwaltung ein Zuhause", erklärt Stuttgarts Erster Bürgermeister Fabian Mayer im Gespräch mit dem SWR. Das Amt wird unter Berücksichtigung von Teilzeitstellen etwa 330 Mitarbeitende haben.

Hintergrund ist auch, dass Behörden per Gesetz verpflichtet sind, ab spätestens Ende kommenden Jahres ihre Angebote für Bürger auch digital anzubieten. Das besagt das Onlinezugangsgesetz (OZG).

Außerdem sollen die Stuttgarter Behörden künftig besser mit der E-Akte arbeiten können, also Akten in digitaler Form.

Die Stadt Stuttgart will auch Quereinsteiger für die IT gewinnen

Fachfremde sollen im neuen Amt ebenfalls eine Chance bekommen - auch wegen der Situation auf dem Arbeitsmarkt.

"Wir haben das Thema Quereinstieg gerade im Bereich der Digitalisierung als ein wichtiges Zukunftsthema entdeckt. Wir wollen sozusagen 'on the Job' weiterqualifizieren, weil natürlich der demografische Wandel und der Fachkräftemangel auch den Personalkörper der Stadt Stuttgart ganz schön in die Zange nimmt."

Bei der Frage nach den Kosten für das neue Amt bleibt Mayer vage. "Wir haben in unserem Digitalisierungsbudget für den nächsten Doppelhaushalt schon ein mittleres zweistelliges Millionenbudget zur Verfügung", sagt Mayer über die gesamten Digitalisierungskosten der Stadt Stuttgart. In einem ersten Schritt sollen für das neue Amt 7,5 neue Stellen entstehen, die jährliche Personalkosten in Höhe von zunächst etwa 750.000 Euro verursachen werden.

Behörde soll in der Heilbronner Straße ihren Sitz haben

Formal wird das neue Amt zwar bereits zum 1. Januar gegründet. "Die praktische Umsetzung dieser Amtsgründung wird wohl zum April anstehen", erklärt Mayer. Als Standort für die Behörde will die Stadt ein bereits fertiges Gebäude in der Heilbronner Straße übernehmen.

Mehr zum Thema:

Digitalisierung Vorsicht bei KI, die Jobbewerber*innen bewertet

Bewerbungsgespräche sind schwierig. Bewerber*innen wollen einen möglichst guten Eindruck hinterlassen, Personaler*innen müssen Persönlichkeiten umfassend bewerten. Computer-Programme versprechen mit Hilfe künstlicher Intelligenz völlige Objektivität. Doch ein Experiment zeigt, dass die KI Fehler machen kann.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Tübingen

Hilfe & Hetze in Social Media "Wir leben im kommunikativen Klimawandel"

Wie bleiben wir künftig miteinander in Kontakt, in einer Gesellschaft, die sich immer öfter sprachlos gegenübersteht? Antworten von Kommunikations_Wissenschaftler Bernhard Pörksen.  mehr...

Baden-Württemberg

Schulstart nach den Weihnachtsferien Homeschooling in BW: Probleme bei Moodle waren Hackerangriff

Der Schulstart nach den Weihnachtsferien ist in Baden-Württemberg ziemlich schiefgelaufen. Wegen Corona sollte es digitalen Fernunterricht geben — die Online-Lernplattform Moodle hatte aber immer wieder Aussetzer.  mehr...

STAND
AUTOR/IN