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Die Stadt Stuttgart richtet während der Corona-Pandemie temporäre Radfahrstreifen im Stadtzentrum ein. Autofahrer müssen stellenweise nun Radlern Platz machen und auf eine Spur verzichten.

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Die gelb auf der Straße eingezeichneten Radwege heißen "Pop-Up-Bike-Lanes". Für die kommenden Monate werden sie über rund 700 Meter in der Theodor-Heuss-Straße zwischen Lange Straße und Bolzstraße eingerichtet - außerdem über etwa 400 Meter in der Holzgartenstraße zwischen Schloßstraße und Hegelplatz. Jeweils die rechte Spur der Straße ist dann für Radler - teilweise noch für Busse - reserviert.

Arbeiter sprühen mithilfe einer Schablone ein gelbes Fahradzeichen auf den Asphalt. (Foto: SWR, Kerstin Raddatz)
Arbeiter richten den neuen Pop-Radweg auf der Theodor-Heuss-Straße in Stuttgart ein. Kerstin Raddatz

Radweg "ein Experiment"

Der Stuttgarter Ordnungsbürgermeister Martin Schairer sagte am Montag: "In der Corona-Krise sind immer mehr Menschen aufs Rad umgestiegen. Gleichzeitig hat der Autoverkehr abgenommen." Und weiter: "Es ist ein Experiment, auf einer Hauptverkehrsstraße wie der Theo eine Spur für Radfahrer freizumachen."

Aktuell immer noch weniger Autos unterwegs als üblich

Die Kosten für neuen temporären Radwege beziffert die Stadtverwaltung auf rund 130.000 Euro. Den Angaben zufolge werden die neuen Radstreifen beobachtet werden. Besonders wenn sie zu Problemen mit den Linienbusse führten, müssten sie überarbeitet und abgebaut werden. Vor den Pfingstferien lag der Kfz-Verkehr laut Integrierter Verkehrsleitzentrale noch rund sechs Prozent unter den Vergleichszahlen des Jahres 2019.

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