Elefanten stehen in der Wilhelma Stuttgart in ihrem Freigehege vor dem Elefantenhaus. Baden-Württemberg muss die großen Pläne für den Bau des Elefantenhauses in der Stuttgarter Wilhelma unter dem Druck der Energiekrise erneut verschieben. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod)

Erst mal kein Geld vom Land

Neues Elefantenhaus in der Wilhelma in Stuttgart verzögert sich

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Die neue Elefantenanlage in der Wilhelma soll weltweit einzigartig werden, doch jetzt verschiebt sich das ambitionierte Bauprojekt. Das vom Land erwartete Geld kommt vorerst nicht.

Ihre großen Pläne für den Bau des Elefantenhauses muss die Stuttgarter Wilhelma unter dem Druck der Energiekrise erneut verschieben. Das Land sieht nach eigenen Angaben im Doppelhaushalt 2023/2024 keine Mittel für einen Bau im landeseigenen zoologisch-botanischen Garten vor, lediglich die Planung und Infrastrukturmaßnahmen können in den beiden kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Neue "Elefantenwelt" kostet 44 Millionen Euro

Eigentlich war geplant, die "Elefantenwelt" bis zum Jahr 2025 fertigzustellen. Einen großen Teil der Baukosten in Höhe von rund 44 Millionen Euro sollte das Land als Besitzer beisteuern, der Betrag wurde aber nicht in den Etat aufgenommen. Der Freundeskreis der Wilhelma wollte zehn Millionen Euro beisteuern.

Grün-schwarze Landesregierung: Elefantenhaus nicht oberste Priorität

"Auch wenn wir die Investitionen in ein neues modernes Elefantenhaus gerne getätigt hätten, so müssen wir priorisieren zwischen dem, was wünschenswert ist und dem, was unser Land jetzt wirklich braucht", sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Finanzen der CDU-Landtagsfraktion, Tobias Wald, zur Entscheidung der grün-schwarzen Koalition. Die Regierung müsse "in stürmischen und herausfordernden Zeiten" Kurs halten. "Deshalb konzentrieren wir uns auf das Wesentliche", sagte Wald der Deutschen-Presse-Agentur. Das Land setze "klare Prioritäten" und investiere in Bildung und Wissenschaft sowie in Sicherheit und Gesundheit.

Die zwei letzten betagten Wilhelma-Elefanten stehen in ihrem Freigehege vor dem Elefantenhaus. Das Gehege ist in die Jahre gekommen und soll neu gebaut werden. Aus der Fertigstellung 2025 wird nichts, da das Land im Doppelhaushalt 20232024 kein Geld dafür vorsieht. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod)
Die zwei letzten betagten Wilhelma-Elefanten stehen in ihrem Freigehege vor dem Elefantenhaus. Das Gehege ist in die Jahre gekommen und soll neu gebaut werden. Aus der Fertigstellung 2025 wird nichts, da das Land im Doppelhaushalt 2023/2024 kein Geld dafür vorsieht. picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

Wilhelma glaubt an Realisierung ihrer neuen "Elefantenwelt"

Für die finanziell bereits angeschlagene Wilhelma ist die erneute Verzögerung des Vorhabens ein weiterer Schlag, denn der geplante Bau gilt als Leuchtturmprojekt, mit dem die Elefantenhaltung in Stuttgart gesichert werden sollte. Ein Sprecher betonte allerdings, der Baustart verzögere sich "nur unwesentlich". Die Vorbereitungen für die neue Elefantenwelt könnten fortgeführt werden. "Die Mittel für den eigentlichen Bau der Elefantenwelt sollen dann im Haushalt 2025/2026 veranschlagt werden", zeigte er sich zuversichtlich. "Wir sind davon überzeugt, dass die Elefantenwelt realisiert wird."

Neues Elefantengehege soll zehn Mal größer werden

Die seit vielen Jahr geplante Anlage soll mit 1,5 Hektar zehn Mal so groß werden wie das bisherige Angebot. Sie soll auf dem neuesten Stand der Zoologie basieren und Platz für eine Herde mit bis zu 14 Tieren bieten. Ergänzt werden soll die Anlage durch mehrere Hundert Quadratmeter Gebäudefläche und Außenfläche für weitere Tierarten sowie einen Gastrobereich. Elefanten leben seit 1952 im zoologisch-botanischen Garten von Stuttgart und sind auch Wappentier der Wilhelma.

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