Im Kreis Göppingen kam es zu einer erneuten Hornissenattacke. Symbolbild einer Hornisse.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Notarzt kam mit dem Hubschrauber

Hornissen-Stich im Kreis Göppingen: Wanderer erleidet Schock

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Philipp Pfäfflin
Bild von Philipp Pfäfflin (Foto: SWR, SWR - Foto: Alexander Kluge)

Erst am Uracher Wasserfall, dann in Bad Ditzenbach und jetzt bei Schlat - zur Zeit werden vermehrt Attacken von Hornissen bekannt. Dieses Mal war der Stich besonders gefährlich.

Zwischen Gairenbuckel bei Schlat und Reichenbach (beide Kreis Göppingen) hat ein Wanderer am Sonntag einen anaphylaktischen Schock erlitten. Wie die Bergwacht Württemberg mitteilte, war er zuvor von einer Hornisse gestochen worden.

Der Wanderer, der Mitte fünfzig ist, reagierte allergisch auf das Insektengift, sagte Einsatzleiter Niko Schneider von der Bergwacht Geislingen-Wiesensteig am Dienstag dem SWR. Der Notarzt sei per Hubschrauber zur Unglücksstelle geeilt. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der Wanderer von den Einsatzkräften der Bergwacht auf einer Gebirgstrage aus dem unwegsamen Gelände transportiert. Dann ging es mit dem Hubschrauber in eine Klinik.

Für Aufsehen hatte ein Vorfall in der Nähe von Bad Urach (Kreis Reutlingen) gesorgt:

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Bergwacht: Nest der Hornissen befindet sich nicht direkt am Weg

Der Wanderer war laut Bergwacht mit seiner Frau auf dem sogenannten Orchideenpfad unterwegs, einem Wanderweg, der an dieser Stelle durch offene Heidelandschaft führt. Ein Sofortmedikament gegen die allergische Reaktion hatte er offenbar nicht dabei. Das Hornissennest befindet sich etwas entfernt von dem Wanderpfad, so Bergwacht-Einsatzleiter Schneider weiter.

Frühere Fälle von Hornissen-Attacken

Nur eine Woche zuvor wurden bei Bad Ditzenbach bei Göppingen 20 Personen von Hornissen attackiert. Der Vorfall in Bad Urach ereignete sich im August.

Was ist ein anaphylaktischer Schock?

Ein anaphylaktischer Schock ist die schwerste allergische Reaktion. Sie kann zum Kreislaufversagen und zum Tod führen. Auch Bewusstlosigkeit, Atemnot und rasender wie aber auch ein verlangsamter Puls können Teil eines anaphylaktischen Schocks sein. Ausgelöst wird der allergische Schock beispielsweise durch Insektenstiche, Medikamente und Nahrungsmittel.

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