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Das Stuttgarter Metropolkino soll zu einer Kletterhalle werden. Die Besitzerin Union Investment hat einen 10-Jahres-Mietvertrag mit einem Boulderbetreiber abgeschlossen. Die Stadt Stuttgart ist von der Entwicklung enttäuscht.

Man bedauere die Schließung des Kinos , eine Boulderhalle würde aber das Angebot der verbleibenden Kinos im direkten Umfeld ergänzen, heißt es in einer Mitteilung der Union Investment. Bouldern sei ein Trendsport, die neue Kletterhalle biete ein zusätzliches Freizeitangebot in der Stuttgarter Innenstadt.

Dei Stadt Stuttgart sei enttäuscht über die eindeutige Richtungsentscheidung der Immobilienbesitzer, so der erste Bürgermeister der Stadt Stuttgart, Fabian Mayer, in einer Mitteilung. Die Union Investment habe den Dialogprozess der Stadt über die Zukunft der Immobilie einseitig und unvermittelt aufgekündigt. Bislang verfolgte die Stadt das Ziel, das Gebäude weiterhin als Kino zu nutzen. Auch habe man über Fördermöglichkeiten gesprochen.

Kino ade - Denkmalschutz gefragt

Die Union Invest will nun ein Bauantrag zur Umwandlung des Gebäudes stellen. Dazu wird auch die Denkmalschutzbehörde befragt, da das Gebäude seit den 1990er-Jahren unter Denkmalschutz steht. Auch Aktivisten, die bis zuletzt versucht hatten, das Kino zu retten, bedauern die mögliche veränderte Nutzung. Der Filmemacher Gogo Gensch sähe es als "Schande, wenn man aus einem der schönsten Kinos dieser Stadt eine Kletterhalle machen würde". Gensch sagte dem SWR, er hoffe dass der Denkmalschutz die Umwidmung des Gebäudes verhindere.

Noch kein Antrag zur Umwidmung

Der Denkmalschutzbehörde liege noch kein Antrag zu dem Vorhaben vor, die Stadt werde die Einhaltung des Denkmalschutzes genau im Auge behalten. Der Denkmalschutzbehörde liegt nach Angaben der Stadt noch kein Antrag zu dem Vorhaben vor, die Stadt werde die Einhaltung des Denkmalschutzes genau im Auge behalten, hieß es weiter. Das Traditions- und Festivalkino wurde zum Jahresende 2020 offiziell geschlossen.

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