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Der Leiter der "Scharia-Polizei" einer Stadt in Syrien wurde heute vom Oberlandesgericht Stuttgart zu vier Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte habe, so das Oberlandesgericht, sich 2012 der terroristischen "Jabhat al-Nusra" angeschlossen und sei 2013 zum Leiter der "Scharia-Polizei" in der Stadt Tabka in Syrien aufgestiegen. Er habe dann unter anderem die Umsetzung der Befehle der "Scharia-Polizei" verantwortet sowie die Absicherung der öffentlichen Auspeitschungen. Nach der Eroberung des Gebietes durch den "Islamischen Staat" Anfang 2014 wurde er zunächst inhaftiert. 2015 kam er dann mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland. Der 37-Jährige sitzt seit August 2018 in Untersuchungshaft.

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