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Das Auto des Stuttgarter OB-Kandidaten Marian Schreier (parteiunabhängig) ist in der Nacht zum Samstag beschädigt worden. Das schrieb Schreier auf Facebook, Instagram und Twitter und gab eine Stellungnahme dazu ab.

"Ich bin als Kommunalpolitiker einiges gewohnt und will die Sachbeschädigung nicht überbewerten, wünsche mir aber, dass wir wieder zu der fairen, an der Sache orientierten Diskussion des ersten Wahlgangs zurückkehren", schrieb Schreier auf Facebook. Der 30-Jährige erstattete Anzeige, zudem wurden Ermittlungen aufgenommen, teilte die Polizei am Samstag auf Anfrage mit. Die Stuttgarter Polizei vermutet eine politisch motivierte Tat, die Täter seien unbekannt. Weitere Details zu dem Vorfall nannten die Beamten nicht.

Nachdem seit gestern wildeste Verschwörungstheorien über mich verbreitet werden, wurde gestern Nacht auch noch mein Auto...Posted by Marian Schreier on Saturday, November 14, 2020

Die Fotos, die Schreier von seinem beschädigten Auto postete, zeigen eine beschmierte Motorhaube, einen kaputten Seitenspiegel und zerstörte Scheibenwischer. "Zieh zurück Karrierist Sau!", so die Schmiererei auf der Motorhaube.

Schreier schreibt von "wildesten Verschwörungstheorien" gegen ihn

Offenbar kursieren laut Schreier die "wildesten Verschwörungstheorien" über ihn im Netz. Laut seinem Facebook-Post wohl auch zum Thema "Finanzierung und Spenden": "Kein anderer Kandidat in Stuttgart geht so transparent mit Spenden um", schrieb der 30-Jährige deshalb und verwies auf seine Website, auf der er seine Transparenzregeln darlegt. Weiter schrieb er, er werde weder finanziell, noch organisatorisch, noch sonst wie von einer Partei oder von der Operation Libero, einer politischen Bewegung in der Schweiz, unterstützt.

Nachdem seit gestern wildeste Verschwörungstheorien über mich verbreitet werden, wurde gestern Nacht auch noch mein Auto beschädigt. Meine Stellungnahme dazu. #obwahlstuttgart #stuttgart https://t.co/vaKgdNKchS

Schreier ist einer von neun Bewerbern, die am 29. November zur erneuten OB-Wahl in Stuttgart antreten. Er ist amtierender Bürgermeister des Luftkurorts Tengen mit 4.600 Bürgern in Bodensee-Reichweite. In der 630.000-Einwohner-Stadt Stuttgart ist der 30-Jährige gebürtige Stuttgarter mit dem Wahlslogan "Der Junge kann das" angetreten. Im ersten Wahlgang hatte er 15 Prozent der Stimmen erhalten, Frank Nopper (CDU) rund 32 Prozent und Hannes Rockenbauch (SÖS) 14 Prozent. Weil sich Rockenbauch und Schreier nach dem ersten Wahlgang mit der Grünen-Kandidatin Veronika Kienzle (17 Prozent) nicht auf eine gemeinsame Kandidatur geeinigt hatten, war Kienzle aus dem Rennen ausgestiegen.

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