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Am Donnerstag hatte Oberstaatsanwalt Jens Rommel seinen letzten Arbeitstag als Behördenleiter in Ludwigsburg. Über seine Nachfolge ist noch nicht entschieden.  

Jens Rommel wechselt zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe. Der 47-Jährige ist vor knapp einem Jahr als einer von 18 Personen zum Bundesrichter gewählt worden. Rommel leitete die Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen seit 2015. Wie das baden-württembergische Justizministerium in Stuttgart mitteilte, läuft das Besetzungsverfahren für seine Nachfolge.

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Zentralstelle sichtet weltweit Material

Zu den Aufgaben der Ludwigsburger Behörde gehört es, weltweit Informationen über NS-Verbrechen zusammenzutragen. Die Zentrale Stelle hatte 1958 ihre Arbeit aufgenommen. Zu ihren Aufgaben gehört vor allem, das gesamte erreichbare Material über nationalsozialistische Verbrechen im In- und Ausland zu sammeln, zu sichten und auszuwerten.

Suche nach lebenden Verantwortlichen dauert an

Hauptziel ist dabei, noch lebende Verantwortliche zu verfolgen. Aufgrund dieser Arbeit steht derzeit ein früherer KZ-Wächter vor dem Landgericht Hamburg. Er soll durch seinen Wachdienst Beihilfe zum Mord in mehr als 5.000 Fällen geleistet haben. In Deutschland laufen derzeit noch rund zwei Dutzend Strafverfahren gegen mutmaßliche Nazi-Verbrecher.

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