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Um die Luftqualität in Ludwigsburg zu verbessern und ein Diesel-Fahrverbot zu vermeiden, plant die Stadt weitere Maßnahmen. Lkw sollen künftig die Innenstadt umfahren.

In den letzten Monaten lag an der Ludwigsburger Messstelle Schlossstraße der Stickoxidwert bei durchschnittlich 60 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Sollte der Wert bis zum Ende des Jahres nicht gesenkt werden können, muss der Luftreinhalteplan nachgebessert werden, so der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

Bald Tempolimits und LKW-Durchfahrtsverbote

Um das zu vermeiden sollen noch in den nächsten Monaten Geschwindigkeitsbegrenzungen an den Hauptverkehrsadern auf Tempo 30 oder 40 und ein Lkw-Durchfahrtsverbot auf den Bundesstraßen in der Stadt eingeführt werden, ließ der Ludwigsburger Oberbürgermeister Matthias Knecht wissen. Denn viele Lkw-Fahrer kürzen gerne durch Ludwigsburg ab, wenn sich der Verkehr auf der A81 staut. Das möchte die Stadt künftig verhindern. Der Lieferverkehr in die Innenstadt soll davon nicht betroffen sein.

Die Stadt setzt auf den Ausbau des ÖPNV

Ein weiterer Baustein ist der öffentliche Nahverkehr: Neben neuen Busspuren sollen jährlich fünf neue, reine Elektrobusse den Fuhrpark der Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL) verstärken. Der LVL ist die für den öffentlichen Nahverkehr in Ludwigsburg zuständig. Für die ersten Busse wurden bereits Zuschüsse beim Bund beantragt.

Eine Filtersäule steht am Neckartor am Straßenrand. Die Filtersäule gleicht drei aufeinandergestapelten Würfeln. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Marijan Murat/dpa)
Luftfiltersäule in Stuttgart picture alliance/Marijan Murat/dpa

Neue Filtersäulen

Zudem setzt die Stadt auf Parkraumbewirtschaftung. Daneben soll kostengünstig - oder wenn möglich kostenfrei - Personennahverkehr mit Shuttleeinsätzen beispielsweise an verkaufsoffenen Sonntagen erfolgen, so der Erste Bürgermeister Ludwigsburgs Michael Ilk. Neue Filtersäulen, wie sie auch schon in Stuttgart eingesetzt werden, sollen ebenfalls aufgebaut werden.

Pförtnerampeln sollen Verkehr verflüssigen

Um das Ziel zu erreichen, den Verkehr in der Ludwigsburger Innenstadt flüssig laufen zu lassen, müssen sich Pkw-Fahrer bei Bedarf künftig auf längere Wartezeiten außerhalb der Stadt einstellen. Der Verkehr wird hier durch Pförtnerampeln gesteuert. Ein Stau lässt sich so zwar nicht vermeiden, wird aber außerhalb der Stadt, abseits von Wohngebieten stattfinden, rechnen die Verantwortlichen bei der Stadt Ludwigsburg.

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