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Vor dem Amtsgericht Böblingen hat der Prozess gegen einen ehemaligen Soldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw begonnen. Es geht um Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz.

Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/F. Nägele/Bundeswehr/dpa)
Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) picture alliance/F. Nägele/Bundeswehr/dpa

Das Interesse der Medien an dem Prozess war groß. Fernsehen, Hörfunk und etliche Zeitungen waren vertreten. Der Angeklagte selbst aber war nicht erschienen. Der ehemalige KSK-Soldat hatte gegen einen Strafbefehl des Amtsgerichts Böblingen wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz Beschwerde eingelegt. Der frühere Unteroffizier mit dem Spitznamen "Hannibal" war im September 2019 zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt worden.

Verbindungen zu rechtem Netzwerk?

"Hannibal" war in den Fokus des Generalbundesanwalts geraten, nachdem ein terrorverdächtiger Offizier wegen einer versteckten Waffe auf dem Wiener Flughafen aufgeflogen war. Chatverläufe in einem Messengerdienst deuteten auf eine Verbindung zwischen diesem Offizier und "Hannibal" hin. Es gab eine Durchsuchung beim KSK und in Privathäusern in Sindelfingen und Halle. Bei "Hannibal" wurden Übungsgranaten, Munition und Zünder aus Bundeswehrbeständen gefunden. Im Prozess soll jetzt geklärt werden, was zu den Durchsuchungen geführt hat und ab wann "Hannibal", der ursprünglich als Zeuge vernommen wurde, zum Beschuldigten wurde. Dazu wurden am Mittwoch zwei Zeugen gehört. Am 3. Februar soll der Prozess fortgesetzt werden.

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