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Die Bezirksvorsteherin in Stuttgart-Mitte, Veronika Kienzle, zieht für die Grünen in den Stuttgarter OB-Wahlkampf. Die 57-Jährige sagte, sie wolle Stuttgart klimaneutral machen und bezahlbaren Wohnraum schaffen.

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Sie werde ab sofort mit all ihrer Kraft und Leidenschaft um das Vertrauen der Bürger werben. Veronika Kienzle betonte, sie lebe und arbeite seit 40 Jahren in Stuttgart und sei seit 30 Jahren kommunalpolitisch tätig.

Die frisch gekürte OB-Kandidatin der Grünen arbeitet für die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium, Gisela Erler. Das Amt der Bezirksvorsteherin füllt sie ehrenamtlich aus. Sie saß von 1997 bis 1999 für die Grünen im Stuttgarter Gemeinderat und war zeitweise Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Stuttgart.

Stuttgart soll Modellstadt mit neuen Mobilitätsformen werden

Nach Angaben des Kreischefs der Grünen, Mark Breitenbücher, sprach sich die Findungskommission der Partei einstimmig für die gebürtige Bremerin aus. Zu ihren Zielen als Oberbürgermeisterin sagte Kienzle, Stuttgart müsse schnell klimaneutral und zu einer Modellstadt neuer Mobilitätsformen werden. Zudem will sie für mehr bezahlbare Wohnungen sorgen. Sie wolle den Bürgern mit großer Neugierde zuhören, dann aber auch entschieden auf die Umsetzung von Vorhaben drängen.

Ministerpräsident Kretschmann lobt Kienzles Bürgernähe

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht für seine Partei mit Veronika Kienzle als Spitzenkandidatin gute Chancen bei der Stuttgarter OB-Wahl. "Ich glaube, dass sie die Richtige für die Stadt ist", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Mit ihrer Arbeit im Staatsministerium bringe Kienzle gute Voraussetzungen für das Oberbürgermeisteramt mit, weil Bürgernähe allseits erwartet werde. Kienzle sei eine Frau mit guter Ausstrahlung und bringe große Erfahrung mit. "Ich glaube, dass wir da gute Chancen haben."

Stuttgarts Stadtoberhaupt Fritz Kuhn hatte im Januar überraschend erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit antreten zu wollen. Die CDU stellte in Stuttgart jahrzehntelang den Oberbürgermeister, bis mit Fritz Kuhn im Jahr 2012 erstmals ein Grüner den Chefsessel besetzte. Die Frage ist, ob die Grünen den Posten bei der Wahl im Herbst verteidigen können. Im Gemeindetag stellen die Grünen mit 16 Sitzen die stärkste Fraktion, gefolgt von der CDU mit 12 Sitzen.

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