Veterinäramt entzieht Besitzer die Zulassung

Katzen-Café in Stuttgart künftig ohne Katzen?

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Das Katzen-Café im Stuttgarter Westen steht vor dem Aus. Gäste konnten hier neben Kaffee und Kuchen auch die Gesellschaft von Katzen genießen.

Knapp zwei Jahre ist es her, dass Daniel Di Stefano und seine Frau ihren Traum eines Katzen-Cafés in Stuttgart-West verwirklicht haben. Zum Konzept gehört, dass der Kundschaft nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch Katzen geboten werden. In Zukunft kann das Ehepaar aber wohl nur noch ein Café ohne Katzen betreiben.

Katzen gibt es im Katzen-Café in Stuttgart vorerst nur in einem abgeteilten Raum hinter Glas zu sehen.  (Foto: SWR)
Katzen gibt es im Katzen-Café in Stuttgart vorerst nur in einem abgeteilten Raum hinter Glas zu sehen.

Denn das Veterinäramt Stuttgart hatte ihnen die Vorgabe gemacht, dass in dem Café maximal zwei Katzen gehalten werden können. "Über die Dauer waren es aber deutlich mehr Katzen", sagte Sven Matis von der Pressestelle der Stadt Stuttgart. Man habe Daniel Di Stefano mehrmals darauf hingewiesen, dass er zu viele Katzen in seinem Café halte. Schlussendlich sah sich das Veterinäramt dazu gezwungen, dem Besitzer die Zulassung der gewerblichen Haltung von Katzen zu entziehen.

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Besitzer findet Handeln des Amtes "voreilig"

Für Di Stefanos Geschäftsmodell sind die Katzen aber essenziell, so dass er mit der Entscheidung nicht einverstanden ist. Er wirft dem Amt voreiliges Handeln vor: "Sie waren nie hier, um die Katzen unter Volllast zu beobachten." Er hätte nämlich versucht, die zwei Katzen mit zwei weiteren zu entlasten.

Die Katzen hätten dann die Arbeit schön verteilt bekommen, die Kunden hätten sich gefreut. Es wäre eine Win-Win-Situation gewesen.

Zudem seien in Stuttgart die Auflagen im Vergleich zu anderen Städten sehr streng. "Die Anforderungen hier in Stuttgart sind wesentlich höher als in anderen Städten", betont der Besitzer.

Umzug wäre eine mögliche Lösung

Als Übergangslösung hat nur noch ein Teilbereich im Café geöffnet, in dem man weiterhin Kaffee und Bubble-Tea trinken kann. Die andere Hälfte ist durch eine Glasscheibe getrennt und als "privater Bereich" gekennzeichnet, in dem die Katzen leben und von außen angeschaut werden können. Langfristig bleibe ihm und seiner Frau wohl nur der Umzug in eine andere Stadt, um wieder ein Katzen-Café betreiben zu können, sagte er.

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