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Die Ermittlungen zur Krawall-Nacht in Stuttgart werden von Linksextremisten behindert. Das hat die Polizei auf SWR-Anfrage bestätigt. Es geht dabei um Videos, die mit den Taten überhaupt nichts zu tun haben.

Auf der linken Internetseite Indymedia wurde dazu aufgerufen, Videos auf der Hinweisseite der Polizei hochzuladen, die nichts mit der Krawall-Nacht zu tun haben. Unlängst hatte der Verfassungsschutz die Internet-Plattform Indymedia als Verdachtsfall im Bereich Linksextremismus eingestuft. Diese wird offenbar in Freiburg betrieben.

Bereits über 7.500 Videos eingegangen

7.500 Videos der Krawall-Nacht wurden bereits an die Polizei geschickt, zusammen über 100 Gigabyte. Mit weiteren Videos sollte nun der Polizeiserver zugemüllt werden. Denn alle Videos müssen von den Ermittlern angeschaut werden.

Das koste zusätzliche Zeit, so die Polizei, aber es sei nicht gelungen den Server zum Absturz zu bringen. Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Stuttgart sitzen derzeit 14 Tatverdächtige in U-Haft. Gegen 37 Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren

Der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz sagte am Donnerstagabend in der Sitzung des Stuttgarter Gemeinderats in der Liederhalle, die Ermittlungen liefen auch Hochtouren. "Stündlich erweitern sich die Ermittlungsergebnisse." Der Großteil der Tatverdächtigen seien Jugendliche oder Heranwachsende mit einem deutschen Pass und einem Migrationshintergrund.

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Kritik der Parteien an Diskussion um Migrationshintergründe

Kritik an der Diskussion um die Migrationshintergründe der mutmaßlichen Täter kam von SPD, FDP, Grünen und der Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke/Piraten/Tierschutz. Ihrer Ansicht nach bestehe kein kausaler Zusammenhang zwischen Tat und Herkunft.

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