Menschen protestieren gegen AfD-Kundgebung (Foto: SWR)

Antifa versucht Polizeisperren zu durchbrechen

Lautstarker Protest gegen AfD-Kundgebung in Herrenberg

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Eine AfD-Kundgebung in Herrenberg hat am Sonntag heftige Gegenproteste hervorgerufen. Antifa-Aktivisten versuchten Polizeisperren zu durchbrechen, um Reden der Parteispitze zu stören.

Etwa 350 Menschen hatten sich vor der Stadthalle in Herrenberg (Kreis Böblingen) versammelt, um Rednern von der AfD-Spitze wie Alice Weidel, Markus Frohnmaier und Marc Jongen zuzuhören. Dabei versuchten nach Polizeiangaben etwa 350 Aktivisten der sogenannten Antifaschistischen Aktion Herrenberg zu stören. Immer wieder musste die Polizei Versuche abwehren, die Absperrungen zu durchbrechen.

Festnahmen nach gewaltsamen Auseinandersetzungen

Aus der Antifaszene sollen laut Polizei Beamte angegriffen worden sein. 20 vermummte Personen wurden wegen Angriffen auf Polizisten vorläufig festgenommen. Neben der Antifa protestierten auch etwa 1.000 Demonstranten in Herrenberg mit einer Menschenkette gegen die Politik der AfD.

Antrag gegen Impfpflicht für Pflegepersonal

Aufgrund des Polizeischutzes konnte die AfD ihre Kundgebung bis zum Ende durchführen. Die baden-württembergische Landesvorsitzende Alice Weidel kündigte an, ihre Partei werde in der nächsten Woche im Bundestag einen Antrag gegen eine Impfpflicht für Pflegepersonal einbringen.

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