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Ein Großbrand in einer Halle auf dem Gelände von Bosch Thermotechnik in Wernau (Kreis Esslingen) hat einen Schaden in Millionenhöhe verursacht.

Der Großbrand in Wernau (Landkreis Esslingen) ist mittlerweile unter Kontrolle. Auch Nachmittag liefen noch Nachlöscharbeiten, um die letzten Glutnester zu beseitigen. Die Werksfeuerwehr wird auch in der Nacht zum Donnerstag noch Brandwache halten. Die Anwohner im Bereich Johannes-/Junker-/Bergstraße waren vorsorglich gebeten worden, ihre Fenster und Türen weiterhin geschlossen zu halten. Eine Gesundheitsgefährdung besteht aber nach Angaben der Stadt Wernau nicht.

Kitas sollen Donnerstag wieder öffnen

Am Mittwochmorgen blieben zunächst alle elf Kindergärten in Wernau geschlossen. Im Zuge der Entwarnung für die Gebiete außerhalb der Brandzone wurden die Einrichtungen nach und nach geöffnet. Die Teckschule, der katholische Pius-Kindergarten sowie die städtische Kita "Haus des Kindes" und die Kita "PrimaKlima" blieben dagegen geschlossen, weil die vorgeschriebene Lüftung wegen Corona nicht möglich war. Die Stadt Wernau hofft aber, dass alle Einrichtungen am Donnerstag wieder aufmachen können. Die Sperrung der Ortsdurchfahrt wurde am Mittag wieder aufgehoben.

Fertigungs- und Entwicklungseinrichtungen nicht beschädigt

Das Feuer war in der Nacht zu Mittwoch in einer Lagerhalle der Firma Bosch Thermotechnik ausgebrochen. Wie die Firma mitteilte, wurde in der Halle Fertigungsmaterial für Heizgeräte gelagert. Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, brannte das ganze Gebäude. Auch ein nebenstehendes Bürogebäude wurde beschädigt. Alle Fertigungs- und Entwicklungseinrichtungen blieben aber nach Angaben von Bosch verschont. "Insofern gehen wir davon aus, dass wir relativ schnell den Betrieb am Standort wieder aufnehmen können", sagte ein Bosch-Sprecher dem SWR. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt. Er erlitt nach Angaben des DRK einen Kreislaufkollaps und eine Schnittverletzung.

Brandursache unklar

Die Feuerwehr war mit 34 Fahrzeugen und mehr als 180 Einsatzkräften vor Ort. Nach Angaben der Polizei ging das Löschwasser zur Neige. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, es seien Leitungen vom etwa einen Kilometer entfernten Neckar gelegt worden. Zeitweise wurde auch das Trinkwassernetz angezapft. Die Polizei geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus. Die Brandursache war zunächst unklar. Laut Polizei können die Kriminaltechniker die stark zerstörte Lagerhalle aus Sicherheitsgründen noch nicht betreten.

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