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Nach der Großdemo der Querdenken-Bewegung in Stuttgart fordert der Stuttgarter Gemeinderat eine Erklärung von der Stadtverwaltung. Die nächste Demo gegen Corona-Maßnahmen ist schon angekündigt.

Ohne Abstand und Masken: Demo gegen Corona-Maßnahmen in Stuttgart (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Schmidt)
Ohne Abstand und Masken: Demo gegen Corona-Maßnahmen in Stuttgart picture alliance/dpa | Christoph Schmidt

Grade mal fünf Tage ist es her, dass rund 15.000 Demonstranten meist ohne Abstand und Masken in Stuttgart gegen die Coronapolitik demonstriert haben. Und während darüber noch heftig debattiert wird, ist die nächste Veranstaltung bei der Stadt Stuttgart schon angemeldet - für Samstag, den 17. April.

Stadt will Anmeldung für nächste Corona-Demo prüfen

Die Anmeldung für diese Demonstration werde nun geprüft, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Die Ereignisse vom vergangenen Wochenende würden dabei mit einbezogen. Hinter der für den 17. April geplanten neuen Kundgebung steht eine Initiative mit dem Namen "Es reicht uns".

Neben zahlreichen Verstößen gegen Corona-Auflagen hatte es bei der "Querdenker"-Demo am Karsamstag auch Angriffen auf Journalistinnen und Journalisten gegeben. Stadträte aller Fraktionen forderten die Stadtverwaltung auf, sich zu entschuldigen und zu erklären, warum diese Demo nicht verhindert oder aufgelöst worden sei.

So berichtete SWR Aktuell am 6. April über die Folgen der "Querdenker"-Demo:

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Gemeinderat fordert Erklärung der Stadt Stuttgart

Einige Stadträte wie der Fraktionsvorsitzende der Grünen Andreas Winter hatten zuvor Unverständnis geäußert, dass ein Verbot der Großdemo nicht im Vorfeld versucht worden war. Nach den Gesprächen zwischen mehreren Gemeinderatsvertretern und der Rathausspitze am Mittwoch über die laut Stadt rechtlich hohen Hürden eines solchen Verbotes soll nun vereinbart worden sein, die Argumente der Stadt noch einmal öffentlich auch im Rahmen einer Gemeinderatssitzung in der kommenden Woche darzulegen.

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