Bei einer Protestaktion der Lokführergewerkschaft GDL in Stuttgart gehen Menschen über eine Straße. Die Gewerkschaft protestierte am Freitag für einen Konzerntarifvertrag bei der landeseigenen Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG). (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christian Johner)

Neue Runde im Arbeitskampf

SWEG-Mitarbeitende streiken erneut - Protest in Stuttgart

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Die Gewerkschaft GDL hat am frühen Mittwochmorgen wieder zu Arbeitsniederlegungen bei der SWEG und der SBS aufgerufen. Am Nachmittag fand ein Protestmarsch in Stuttgart statt.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am frühen Mittwochmorgen um 1.30 Uhr kurzfristig wieder zu Arbeitsniederlegungen bei der SWEG und deren Tochter SBS aufgerufen. Die GDL äußert sich noch nicht zum zeitlichen Rahmen des Streiks, das Streikende werde gesondert bekannt gegeben.

GDL ruft zu Protestmarsch durch Stuttgart auf

Für den Mittwochnachmittag hatte die GDL zudem zu einem Protestmarsch in Stuttgart aufgerufen - zur 595. Stunde ihrer Proteste, so hieß es im Streikaufruf. Da der Aufruf sehr kurzfristig kam, wurden laut Eisenbahn-Gewerkschaft nur etwa hundert Teilnehmende erwartet.

Kundgebung mit GDL-Chef Claus Weselsky

Der Protestzug startete in der Lautenschlagerstraße und bewegte sich Richtung Schlossplatz. Zur Abschlusskundgebung wurde auch der Bundesvorsitzende Claus Weselsky erwartet, so ein Gewerkschaftssprecher. Es ist bereits die zweite Protestveranstaltung dieser Art, so die GDL.

GDL-Chef Claus Weselsky sprach bereits bei einer ersten Streikkundgebung am Stuttgarter Eckensee zu GDL-Mitgliedern (Archiv). (Foto: SWR, Foto: Siri Warrlich)
GDL-Chef Claus Weselsky sprach bereits bei einer ersten Streikkundgebung am Stuttgarter Eckensee zu GDL-Mitgliedern (Archiv). Foto: Siri Warrlich

Kritik am Land und an Boris Palmer

"Wir streiken nicht gegen die Fahrgäste", erklärte Weselsky vorab in einer Mitteilung. "Viel lieber würden wir mit der Ausübung unserer ehrenwerten Berufe unseren Beitrag zur Verkehrswende leisten.“ Im Ringen um einen einheitlichen Tarifvertrag stehe auch die Landesregierung als Eigentümer der SWEG in der Pflicht. Weselsky kritisiert auch die aus seiner Sicht "despektierlichen" Äußerungen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer.

Streit um einheitlichen Tarifvertrag

Damit geht der Arbeitskampf beim landeseigenen Verkehrsunternehmen SWEG und der Konzerntochter SBS in die nächste Runde. Hintergrund des Streiks ist die Forderung der Gewerkschaft, dass in der gesamten SWEG ein einheitlicher GDL-Tarif gilt, und nicht nur im Tochterunternehmen der SWEG Bahn Stuttgart.

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