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In Stuttgart hat am Montag - mit viel Kritik - der Erörterungstermin für den Planungsabschnitt Filderbereich mit Flughafenbindung begonnen. Besser bekannt unter dem Namen Gäubahnführung.

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Kritik am Erörterungstermin kam unter anderem von der Schutzgemeinschaft Fildern, deren Rechtsvertreter wegen der Corona-Gefahr seine Teilnahme abgesagt hat. Zudem wird argumentiert, man habe sich gar nicht umfassend vorbereiten können, weil eben viele Besprechungstermine pandemiebedingt ausgefallen seien. Die Gegner der geplanten Trassenführung hatten deshalb um eine Verschiebung des Termins gebeten.

Mehr als 3000 Einwendungen

Von Montag bis Donnerstag sollen in der Stuttgarter Messe ca. 3200 private Einwendungen und 70 Einwendungen öffentlicher Träger gegen die Antragstrasse der Bahn erörtert werden. Diese will die Gäubahn unter anderem über einen großen Teil schon bestehender Gleise an den Flughafen anbinden. Einen Haltepunkt soll es an einem neu gebauten Dritten Gleis am S-Bahnhof des Flughafens geben.

Bund priorisiert Gäubahntunnel

Die Bahn hält bislang an diesem Entwurf fest, obwohl der Bund kürzlich die Alternative des zwölf Kilometer langen Gäubahntunnels als wirtschaftlich sinnvolle und priorisierte Möglichkeit vorgestellt hatte.

Ängste wegen höherem Verkehrsaufkommen

Im Verlauf der Diskussion ging es inhaltlich vor allem um das Thema Erschütterung und Schallschutz. Vor allem die Gemeindeverwaltung Leinfelden-Echterdingen hatte einige Bedenken an der bisherigen Planungen vorzubringen. Aber auch Anwohner kamen zum Wort und äußerten ihre Ängste bezüglich eines höheren Verkehrsaufkommens auf der bestehenden S-Bahn Strecke.

Der Erörterungstermin ist ein elementarer Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens. In ihm werden die vorher gesammelten Einwendungen und Kritiken am Antragsprojekt angehört und erörtert. Die Ergebnisse fließen dann in die Entscheidung der Planfeststellungsbehörde ein.

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