STAND

Das Stuttgarter Frühlingsfest ist endgültig abgesagt. Es wird auch nicht auf Ende April/Anfang Mai verschoben. Der wirtschaftliche Schaden ist laut den Veranstaltern riesig.

Video herunterladen (2,9 MB | MP4)

Die Entscheidung, das Stuttgarter Frühlingsfest endgültig abzusagen, fiel im Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats auf Grundlage einer Verwaltungsvorlage. Darin hieß es, dass eine Großveranstaltung wie das Stuttgarter Frühlingsfest vor dem Hintergrund der Pandemie in diesem Jahr nicht zu verantworten sei. In allen Großstädten in Deutschland seien Veranstaltungen dieser Art und Größe bis in den Sommer abgesagt. Das Traditionsfest sollte vom 17. April bis zum 9. Mai stattfinden. Auch im vergangenen Jahr war das Frühlingsfest wegen Corona abgesagt worden.

Frühlingsfest light im Frühsommer?

Vor allem die Ausbreitung der Virus-Mutanten macht der Stadtverwaltung Sorgen. In den vergangenen Jahren kamen zu dem Fest bis zu eineinhalb Millionen Menschen aus vielen Ländern. Die Stadt will nun mit Wirten und Schaustellern im kommenden Monat nach einer Lösung suchen. Im Gespräch ist eine Art Ersatz-Fest auf dem Wasen im Frühsommer.

in.Stuttgart: 100 Millionen Euro Schaden

Organisiert wird das Frühjahrsfest von der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart. Für deren Geschäftsführer Andreas Kroll war die Absage des beliebten Stuttgarter Volksfests keine Überraschung. Er finde das aber sehr traurig, vor allem für die betroffenen Schausteller und Wirte. Nachdem jetzt das zweite Frühlingsfest in Folge abgesagt wurde, gehe es bei Einzelnen an die Existenz, sagte Kroll gegenüber dem SWR. Einzelne Betriebe hätten bereits schließen müssen. Den gesamten Schaden, der durch die Absage entstehe, schätzt er - inclusive nicht gebuchter Hotelzimmer und Ausfällen für den Einzelhandel - auf rund 100 Millionen Euro.

STAND
AUTOR/IN