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Von nächster Woche an fällt für viele europäische Länder die Reisewarnung der Bundesregierung weg und Grenzen werden geöffnet. Am Flughafen Stuttgart stellt man sich daher wieder auf mehr Gäste ein - mit Einschränkungen.

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Monatelang herrschte in der Abflughalle des Stuttgarter Flughafens gähnende Leere - nun geht es ab nächster Woche wieder los. "Die Aufhebung der Reisewarnung zeigt bereits erste positive Effekte", sagte ein Flughafen-Sprecher zum Wochenende. Im Laufe des Monats starteten wieder vermehrt Airlines und nähmen zunehmend internationale Ziele ins Programm.

Aber: "Das Wiederanlaufen des Luftverkehrs wird sich nach unserer Einschätzung über den gesamten Sommer ziehen." Es könne sogar Jahre dauern, bis das Niveau von 2019 wieder annähernd erreicht sei.

Plexiglasschreiben und Maskenpflicht

Für viele europäische Länder fällt ab nächster Woche die Reisewarnung der Bundesregierung weg. Auch die Grenzen werden geöffnet - entsprechend starten wieder mehr Flieger. Vorbereitet ist man, versichert ein Flughafensprecher - nur wie hoch die Zahl der Gäste und letztlich auch der Flieger sein wird, könne man beim besten Willen nicht vorhersagen. Die Entwicklung hänge maßgeblich von den geltenden Reisebestimmungen ab.

Die Gäste müssen sich auf etliche Veränderungen einstellen. Unter anderem soll nach Angaben des Airports nur jeder zweite Check-in-Schalter besetzt sein, um die Corona-Abstandsregelungen einzuhalten. Auch Plexiglasscheiben wurden aus Sicherheitsgründen angebracht und Spender mit Desinfektionsmittel aufgestellt. Zudem gilt am Flughafen überall Maskenpflicht. Änderungen gibt es auch beim Boarding - das hauptsächlich über Fluggastbrücken stattfinden soll. Werden Busse eingesetzt, sollen wenn nötig mehrere Fahrzeuge fahren, damit die Menschen nicht dicht auf dicht stehen.

Die Bundespolizei, die für die Sicherheitskontrolle zuständig ist, bittet Fluggäste, in jedem Fall etwas mehr Zeit mitzubringen - denn auch bei den Kontrollen muss Abstand gewahrt werden. "Es wäre sinnvoll, sich bei der jeweiligen Airline zu erkundigen, wann der Check-in-Schalter öffnet, und dann so früh wie möglich da zu sein", sagte eine Sprecherin. Außerdem sei es sinnvoll, sich über die jeweiligen Corona-Regeln in den Zielländern zu informieren.

Die Anzeigetafel in Terminal 3 des Flughafens zeigt keine Einträge. Auf Grund der Beschränkungen, die wegen der Corona-Pandemie erlassen wurden, herrscht am Flughafen derzeit kaum Publikumsverkehr.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Marijan Murat/dpa)
So sah es zwischenzeitlich am Flughafen ab: eine abgeschaltete Infotafel (Archivbild). picture alliance/Marijan Murat/dpa

Besucherterrasse noch geschlossen

Die Einschränkungen der Corona-Krise nutzte der Flughafen zwischenzeitlich für einen Vorverlegung von Renovierungsarbeiten. Im April war der Betrieb für mehr als zwei Wochen komplett eingestellt.

Insgesamt operiert der Flughafen nun weiterhin auf Sicht. Viele der rund 2.200 Mitarbeiter des Airports sind in Kurzarbeit. Betroffen sind vor allem jene, die im Gepäcktransport und bei der Abfertigung der Passagiere arbeiten.

Auch viele Geschäfte sind geschlossen; eine Grundversorgung etwa von Apotheke, Supermarkt und Bäcker sei jedoch gegeben, die anderen Shops würden nach und nach hinzukommen. Wann die bei vielen Gästen beliebte Besucherterrasse geöffnet werden kann, soll nächste Woche entschieden werden.

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