Eine Leere Warteschlange vor dem Germanwings Schalter (Foto: SWR, SWR -)

Coronabedingte Flaute im Flugverkehr

Passagierzahlen am Flughafen Stuttgart brechen ein

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Viele Jets bleiben am Boden - Reisewarnungen für fast ganz Europa sorgen weiterhin für geringe Nachfragen bei Buchungen. Auch die Aussichten sind verhalten.

Der Flughafen Stuttgart rechnet angesichts des eingebrochenen Reisemarkts in diesem Jahr mit einem Rückgang der Passagierzahlen um rund drei Viertel im Vergleich zu 2019. Bis Ende 2020 werde man bei voraussichtlich 3,2 Millionen Fluggästen liegen, das entspreche einem Minus von etwa 75 Prozent, teilte der Flughafen am Mittwoch in Stuttgart mit. Noch im Vorjahr hatte der Landesflughafen mit 12,7 Millionen Fluggästen einen Passagierrekord aufgestellt.

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Deutlich weniger Flugbewegungen

Auch die Zahl der Starts und Landungen ist deutlich zurückgegangen. Bis Ende Dezember erwartet der Flughafen hier ein Minus von rund 65 Prozent auf etwa 38.500 Flugbewegungen. Gleichzeitig stieg die Verschuldung des Flughafens stark an, beim Jahresergebnis erwarten die Verantwortlichen einen Verlust im höheren zweistelligen Millionenbereich.

Nur die Hälfte des Vorjahresniveaus für 2021 erwartet

Für das kommende Jahr rechnen die Geschäftsführer Walter Schoefer und Arina Freitag mit einer leichten Erholung auf etwas mehr als sechs Millionen Passagiere. Als Lichtblick bezeichneten die beiden Geschäftsführer die Corona-Impfstoffe, die demnächst auch in Europa verfügbar sein sollen. Ein entscheidendes Hemmnis für eine Wiederbelebung des Luftverkehrs seien aber weiter die internationalen Quarantäneregeln. Wenn Menschen von einem in ein anderes Land reisen, müssen sie sich in Corona-Zeiten häufig erst mal für mehr als eine Woche in Selbstisolation begeben, was das Reisen höchst unattraktiv mache.   

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